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Fifa
Blatter bestreitet Kenntnisse über Schmiergeldzahlungen

Komiker wirft Geldscheine auf Sepp Blatter
Komiker wirft Geldscheine auf Sepp Blatter FOTO: afp, fc/ab
Der vorläufig suspendierte Fifa-Boss Joseph S. Blatter (Schweiz) hat Vorwürfe bezüglich seiner Mitwisserschaft im Schmiergeldskandal des früheren FIFA-Vermarkters ISL zurückgewiesen. "Das stimmt nicht", sagte der 79-Jährige am Montag dem Südwestrundfunk (SWR).

Die britische BBC hatte von einem Brief aus Schweizer Ermittlungsakten berichtet, in dem Blatters Vorgänger Joao Havelange (Brasilien) detaillierte Kenntnisse des Schweizers über den 2010 aufgedeckten 100-Millionen-Dollar-Bestechungsskandal beschreibt. Als Fifa-Generalsekretär unter Havelange habe Blatter "vollkommene Kenntnis über alle Vorgänge gehabt". Außerdem wäre Havelanges späterer Nachfolger "immer über alles benachrichtigt" worden.

Für Fehlverhalten anderer Fifa-Funktionäre trage er keine Verantwortung, das gelte auch nach den jüngsten Verhaftungen und weiteren Ermittlungen der US-Justiz, sagte Blatter nun: "Sicher habe ich das nicht gewusst. Wenn ich gewusst hätte, was die machen, hätte ich ein Fragezeichen gemacht, hätte gesagt, hört damit auf. Ich bin sauer. Ich bin aber auch sauer, dass ich für alles verantwortlich sein soll. Das kann ich ja nicht."

Über seine aktuelle 90-Tage-Sperre sei er weiterhin traurig, enttäuscht und sogar entsetzt. "Ich will um meinen Freispruch kämpfen", sagte Blatter. Wie auch der suspendierte Uefa-Boss Michel Platini (60) soll Blatter zwischen dem 16. und 18. Dezember von der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands Fifa vernommen werden.

Blatter und Platini waren von der Ethikkommission am 8. Oktober wegen einer dubiosen Millionenzahlung für zunächst 90 Tage gesperrt worden. Beiden droht eine lebenslange Sperre, das Urteil soll vor Weihnachten fallen.

(sid)
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