| 12.20 Uhr

Wie Footballer Kaepernick
Fußballerin Rapinoe kniet bei US-Hymne

Chicago. Fußballerin Megan Rapinoe ist bei der US-Hymne niedergekniet und hat sich damit dem stillen Protest von Football-Profi Colin Kaepernick angeschlossen. Vor dem Spiel ihrer Seattle Reign gegen die Chicago Red Stars am Sonntagabend hatte sie sich bei der Nationalhymne nicht erhoben.

"Das war mit voller Absicht", erklärte Rapinoe nach dem 2:2 im Duell der National Women's Soccer League (NWSL). Es sei "ein kleines Nicken" in Richtung NFL-Quarterback Kaepernick gewesen, sagte die 31-Jährige, "und für all das, wofür er jetzt eingestanden ist".

Kaepernick hatte sich bei Vorbereitungsspielen während der US-Nationalhymne nicht erhoben und war niedergekniet, während ein Marineoffizier und ein Dutzend Militärmitglieder eine große Flagge ausbreiteten. Mit seinen Auftritten wolle er sich gegen Rassismus im Land, gegen Ungleichbehandlung und Polizeigewalt wehren, erklärte er. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, hatte dem 28-Jährigen daraufhin nahegelegt, die USA zu verlassen.

US-Nationalspielerin Rapinoe sprach sich nun für eine "rücksichtsvollere, zweiseitige Diskussion über Rassenprobleme in diesem Land" aus. Sie finde "die Art und Weise, wie Kaepernick behandelt wurde und wie viele Medien darüber berichtet haben, wirklich ziemlich widerlich".

(dpa)
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