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Stammplatz nach Verletzungspause
Rüdiger hofft auf Comeback bei Löw

Antonio Rüdiger – vom Schwabenland in die Ewige Stadt
Antonio Rüdiger – vom Schwabenland in die Ewige Stadt FOTO: dpa, fg gfh hpl
Rom. Beim AS Rom hat sich Antonio Rüdiger nach seiner langen Verletzungspause einen Stammplatz erkämpft. Nun hofft der ehemalige Stuttgarter auch auf ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft.

Für Antonio Rüdiger könnte es eine ganz besondere Woche werden. Zum einen hofft der 22-Jährige am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) auf einen Sieg mit AS Rom gegen Bayer Leverkusen in der Champions League, zum anderen auf einen Anruf von Bundestrainer Joachim Löw. "Ich stehe in gutem und regelmäßigem Kontakt mit dem Bundestrainer. Natürlich möchte ich so schnell wie möglich wieder für die Nationalmannschaft spielen. Ich will mit guten Leistungen für Rom wieder auf mich aufmerksam machen und mich für die Nationalmannschaft empfehlen", sagt der frühere Stuttgarter.

Das hat am vergangenen Spieltag der Serie A allerdings nicht geklappt. Nach der 0:1-Niederlage der Roma bei Inter Mailand am Samstag und dem damit verbundenen Verlust der Tabellenführung stellten die italienischen Zeitungen Rüdiger wie auch schon nach dem 4:4 im Hinspiel in Leverkusen nach 4:2-Führung an den Pranger. Denn beim entscheidenden Treffer von Gary Medel (31.) sah Rüdiger einmal mehr nicht gut aus.

"Er hätte aggressiver sein müssen, er kommt den entscheidenden Schritt zu spät", schrieb die Gazzetta dello Sport und La Repubblica urteilte noch härter: "Er ist ohne strafmildernde Umstände dafür verantwortlich, das Medel das Siegtor erzielt hat."

Für Rüdiger war es die erste Niederlage im Trikot der Giallorossi, nachdem er zuvor bei sechs Einsätzen drei Siege und drei Unentschieden verbucht hatte. Entsprechend war seine Stimmung zu Wochenbeginn, wenngleich sich durch diese Pleite an seiner Zielsetzung nichts ändert.

Dass er nach seinem rasanten Aufstieg im vergangenen Jahr von der Euro 2016 in Frankreich träumt, steht außer Frage. Ob Löw ihn aber bereits für die Härtetests im November gegen Frankreich (13.)
und die Niederlande (17.) wieder nominiert, steht in den Sternen.

Denn der sechsmalige Nationalspieler tut sich in seiner Umgebung noch schwer. "Er weiß, dass er besser spielen kann", kritisiert sein Trainer Rudi Garcia, der ansonsten große Stücke auf den gebürtigen Berliner hält: "Er hat ein unglaublich großes Potenzial."

Das konnte Rüdiger aber zuletzt wenig abrufen, denn eine Knie-OP machte dem gebürtigen Berliner im Sommer einen Strich durch die Rechnung, sodass er nach seinem Wechsel von Stuttgart an den Tiber erst im September sein Debüt beim italienischen Vize-Meister geben konnte. Dann wurde er erneut von einer Sehnenzerrung zurückgeworfen. Erst Mitte Oktober meldete er sich wieder zurück. "Ich hoffe, dass ich jetzt mal längere Zeit von Verletzungen verschont bleibe", sagte der Halbbruder von Ex-Profi Sahr Senesie, durch den er seit dem Sommer auch seine Interessen vertreten lässt.

Und auch wenn es sportlich für ihn persönlich besser laufen könnte, fühlt sich Rüdiger in der ewigen Stadt pudelwohl. "Mir geht es gut, und ich bin zufrieden. Ich habe mich schnell einleben können, von den Kollegen wurde ich auch super aufgenommen", sagt der Abwehrspieler, der aber nicht nur Fußball im Kopf hat, wie er Sport1 verriet: "Rom ist eine tolle Stadt, da ist immer etwas los. Das Kolosseum, die Spanische Treppe, tausende Vespas - und natürlich bildhübsche Italienerinnen."

(ems/sid)
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