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Muntari erhält Unterstützung der Fifa
"Gibt leider überall Idioten, aber wir müssen sie bekämpfen "

Fifa-Chef Gianni Infantino sagt Sulley Muntari seine Unterstützung zu
Sulley Muntari hatte im Spiel gegen Cagliari beim Schiedsrichter gegen rassistische Beleidigungen protestiert und verlangt, dagegen vorzugehen, dafür aber die Gelbe Karte gesehen. FOTO: dpa, DRN wie
Die Fifa ermittelt nach den rassistischen Vorfällen gegen Sulley Muntari in Italien. Weltverbandschef Infantino will auch mit dem italienischen Verband sprechen. Ihre eigene Task Force hatte die Fifa zuletzt aber abgeschafft.

Der Fußball-Weltverband wird den Rassismus-Skandal um den ghanaischen Profi Sulley Muntari in der Serie A untersuchen. Fifa-Präsident Gianni Infantino will mit Italiens Verbandschef Carlo Tavecchio und Muntari sprechen, Weltverbands-Generalsekretärin Fatma Samoura kündigte eine Ermittlung an. "Wir haben ein Komitee, dass dies überwacht und das Komitee wird handeln", sagte Samoura der BBC vor dem Fifa-Counciltreffen im bahrainischen Manama. "Wichtig ist, dass das Komitee handeln muss, je früher desto besser."

Muntari, Profi des italienischen Erstligisten Pescara, hatte vor gut einer Woche kurz vor dem Abpfiff im Spiel gegen Cagliari beim Schiedsrichter gegen rassistische Beleidigungen protestiert und verlangt, dagegen vorzugehen, dafür aber die Gelbe Karte gesehen.

Als er sich weigerte, einfach weiterzuspielen und das Feld verließ, sah er Gelb-Rot. Muntari wurde zunächst gesperrt, das Berufungsgericht des italienischen Verbands sah die Sperre als unangebracht an und hob sie auf.

Fifa-Chef Infantino sagte Muntari seine Unterstützung zu. "Es gibt leider immer überall Idioten, aber wir müssen sie bekämpfen", sagte Infantino. Er werde mit Tavecchio und auch mit Muntari sprechen. "Wir werden zusammenarbeiten." Infantino erinnerte an die Vorgaben der Fifa für Schiedsrichter bei rassistischen Vorfällen. "Das Spiel stoppen, eine Ansage machen, das Spiel für längere Zeit stoppen, die Spieler vom Platz nehmen", sagte er.

Im September vergangenen Jahres hatte die Fifa ihre Task Force gegen Rassismus aufgelöst. Künftig sollten Diskriminierungsthemen im Weltfußball innerhalb der Administration behandelt werden, betonte Samoura damals. Die Rassismus-Task-Force war 2013 unter Fifa-Ex-Chef Joseph Blatter gegründet worden.

(dpa)
 
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