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Keine Irokesen-Frisur, keine Disco
Mailand legt Balotelli strengen Verhaltenskodex vor

Porträt: Mario Balotelli: Skandal-Stürmer und Deutschland-Schreck
Porträt: Mario Balotelli: Skandal-Stürmer und Deutschland-Schreck FOTO: afp, GABRIEL BOUYS
Mailand. Italiens EM-Held Mario Balotelli ist zwar nach einem enttäuschenden Jahr beim FC Liverpool die Rückkehr zu seinem Ex-Klub AC Mailand gelungen, muss jedoch einen strengen Verhaltenskodex akzeptieren.

Der 33-malige Nationalspieler unterzeichnete bei seiner Vertragsunterschrift bei den Lombarden ein Dokument mit einer detallierten Serie von Verboten und Regeln, die auch seine persönlichen Aktivitäten betreffen.

So musste sich der 25-Jährige verpflichten, auf das Schreiben von Twitter-Nachrichten zu verzichten, pünktlich zu sein und mit einem angemessenen Haarschnitt zu erscheinen. Eine Irokesen-Frisur scheint damit passe. Auch auf Disco-Besuche vor den Spielen muss der von Liverpool an Milan ausgeliehene Spieler verzichten. Beim Verhaltenskodex ließen sich die Milan-Rechtsanwälte angeblich von den Regeln der italienischen Luftwaffe inspirieren, berichtete die Tageszeitung "La Stampa" am Mittwoch.

Sollte Balotelli die Regeln nicht beachten, drohen ihm schwere Strafen und im schlimmsten Fall die Auflösung des Vertrages. "Ich muss hart arbeiten und sonst nichts", sagte Balotelli vor der Unterzeichnung des Vertrages.

Nach einem enttäuschenden Jahr beim FC Liverpool in der Premier League bekommt Balotelli bei seinem Ex-Klub eine neue Chance. Er scheint sich bewusst zu sein, dass es seine letzte sein könnte. Der Angreifer, der nach der EM 2012 und seinen zwei Toren im Halbfinale gegen Deutschland als großes Talent gefeiert worden war, hat im vergangenen Jahr eine schmerzhafte Talfahrt erlebt.

Nach der verpatzten WM in Brasilien im vergangenen Jahr wechselte er für 20 Millionen Euro mit großen Erwartungen von Milan nach Liverpool in die Premier League, doch bei den Reds konnte er sich nie durchsetzen.

Balotellis Manager Mino Raiola hatte wochenlang versucht, einen neuen Klub für den Spieler zu finden – doch Lazio Rom, der AC Florenz und andere Kandidaten lehnten ab. Erst Milan entschied sich für den Bad Boy.

(sid)
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