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Serie A
Khedira bringt Tempo in Juves Jagd nach dem Scudetto

Sami Khedira bringt Tempo in Juventus Turins Jagd nach dem Scudetto
Paul Pogba umarmt Sami Khedira. FOTO: dpa, gbl bjw
Turin. Dank Weltmeister Sami Khedira hat Bayern Münchens Champions-League-Gegner Juventus Turin die Aufholjagd in der italienischen Liga fortgesetzt. Der Ex-Stuttgarter traf zum 2:0 beim 2:1 bei Sampdoria Genua.

Die Arme weit ausgebreitet, beide Hände zur Faust geballt - Weltmeister Sami Khedira zelebrierte seinen Torerfolg und fiel in die Arme von Paul Pogba. Khediras Treffer in der 47. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 bei Sampdoria Genua besiegelte den 2:1 (1:0)-Erfolg von Juventus Turin.

"Ein weiterer wichtiger Sieg. Gut gemacht, Jungs", schrieb Khedira auf Facebook. Dank des Khedira-Treffers eroberte Italiens Rekordmeister Platz zwei in der Tabelle, genau wie Inter Mailand mit zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SSC Neapel. Für den 28-jährigen Nationalspieler war es der zweite Liga-Treffer in Italien.

"Beeindruckend und mächtig", bezeichnete Corriere dello Sport den deutschen Legionär, der sich nach einer längeren Verletzungspause wieder vollkommen erholt hat und zu einem Eckpfeiler in der Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri avanciert ist. "Khediras Tor ist von enormen Gewicht für Juves Scudetto-Jagd", kommentierte Il Giornale.

Vergessen ist bei Khedira seine lange Leidenszeit bei der alten Damen. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, nun scheint der defensive Mittelfeldspieler die nötige Fitness zu haben, um dem Spiel seiner Mannschaft den Stempel aufzudrücken.

Der Gegner von Bayern München im Achtelfinale der Champions League hofft auf eine weitere Leistungssteigerung, um das Duell gegen den deutschen Rekordchampion erfolgreich gestalten zu können. Pogba (17.) hatte das Führungstor für die Gäste erzielt.

Khedira, zu Saisonbeginn von Real Madrid in die Serie A gewechselt, brachte den neunten Sieg in Folge unter Dach und Fach. Der schwach in die Saison gestartete Renommierklub ist inzwischen ins Rollen gekommen. "Khedira ist eine deutsche Garantie. Die Software muss man bei ihm nicht austauschen, sondern nur in Bewegung bringen. Eins ist sicher: Mit Khedira ist Juve eine andere Mannschaft", hatte die Turiner Tageszeitung La Stampa unlängst die Bedeutung des Deutschen für Juve bereits hervorgehoben.

"Der neunte Sieg ist eine Symphonie, die das Juve-Volk beflügelt. Die Aufholjagd ist zu Ende. Die Alte Dame ist bereit, ihren Thron zu verteidigen und ihrem fünften Meisterschaftstitel in Serie nachzujagen", schrieb der Corriere della Sera am Montag. "Die alte Dame ist wieder zurück. Sie wird sich aber nicht mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen. Juve hat auf einem schwierigen Spielfeld gegen einen zähen Rivalen gewonnen. 70 Minuten lang hat Juventus ein wahres Spitzenspiel gezeigt", kommentierte Tuttosport.

Katerstimmung herrscht dagegen beim AS Rom, dem Klub von Innenverteidiger Antonio Rüdiger. Trotz des ersten Serie-A-Tors seines deutschen Nationalspielers am Samstag hat der AS Rom einen Big Point im Kampf um die Europacup-Qualifikation verpasst. Die Roma, die den begehrten fünften Platz belegt, kam nach dem frühen Führungstor des Ex-Stuttgarters nur zu einem 1:1 gegen den Tabellensechsten AC Mailand.

Trainer Rudi Garcia steht laut italienischen Medien vor dem Aus. Als Ersatz ist der Ex-Trainer von Zenit St. Petersburg, Luciano Spalletti, im Gespräch, der die Römer bereits zwischen 2005 und 2009 trainiert hatte.

(sid)
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