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Mafiaskandal bei Juventus
Schwarzhandel mit Tickets soll durchkreuzt werden

Mafiaskandal bei Juventus: Schwarzhandel mit Tickets soll durchkreuzt werden
Juve-Präsident Andrea Agnelli. FOTO: afp, CHN/AG
Rom. Im Skandal um mögliche Kontakte zwischen Fangruppen von Juventus Turin und der kalabrischen Mafia hat Klub-Präsident Andrea Agnelli vor der Anti-Mafia-Kommission des italienischen Parlaments ausgesagt.

Agnelli muss sich seit einiger Zeit gegen Vorwürfe wehren, Mitarbeiter und Führungspersonal des Serie-A-Klubs nicht davon abgehalten zu haben, dass Ultras mit Kontakten zur Mafia über Jahre hinweg an Eintrittskarten zum Weiterverkauf gekommen sind.

"Ob der Schwarzhandel mit Eintrittskarten existiert? Sicherlich ja und er muss durchkreuzt werden", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa Agnelli in der Anhörung am Donnerstag. Agnelli habe stets die Weitergabe von Tickets unterbinden wollen und angeordnet, dass die Eintrittskarten verkauft werden. Die Frage sei, was nach dem Verkauf mit den Tickets geschehen sei. "Wir müssen Lösungen für die Zukunft finden. Ich nehme zur Kenntnis, dass es Unregelmäßigkeiten gab und dass diese bereinigt werden müssen."

Der Sprecher einer Ultra-Gruppe soll als Verbindungsglied zwischen den Juve-Fangruppen und der kalabrischen Mafia Ndrangheta fungiert und das Geschäft mit den Tickets neu geordnet haben - sprich, Fankontingente teuer weiterverkauft haben. Agnelli sagte am Donnerstag, der Klub habe diese Person nicht als Ansprechpartner ausgewählt, das hätten die Fans selbst gemacht.

Kommissionsmitglied Marco Di Lello zeigte sich angesichts der Bereitschaft Agnellis, zur Aufklärung beizutragen, zufrieden. Das Ziel sei nun, noch vor dem Sommer dem Parlament Vorschläge zu unterbreiten, wie dem Schwarzhandel mit Tickets rechtlich entgegengewirkt werden könnte.

(dpa)
 
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