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Potenzieller Nachfolger für Niersbach
Bekommt Bierhoff die Rückendeckung der Amateure?

Fotos: Oliver Bierhoff – Europameister, Milan-Stürmer, DFB-Manager
Fotos: Oliver Bierhoff – Europameister, Milan-Stürmer, DFB-Manager FOTO: AP
Düsseldorf. Mit der Kandidatur von Michel Platini für das Amt des Fifa-Präsidenten beginnt ein großes Stühlerücken. Wolfgang Niersbach gilt als Favorit für den Posten als Uefa-Präsidenten. Dessen Platz könnte zum Beispiel Oliver Bierhoff einnehmen.

Er fühle sich sehr wohl als Repräsentant des deutschen Fußballs, sagte er. Man müsse darüber hinaus abwarten, "wie sich die Uefa aufstellt", betonte er am Mittwoch auf der Internetseite des DFB. Das werde "vom 14. bis 17. September 2015 bei der ohnehin angesetzten Vollversammlung aller 54 Mitgliedverbände auf Malta thematisiert. Bis dahin bringt es nichts, sich an irgendwelchen personellen Spekulationen zu beteiligen". Favorit auf die Nachfolge Platinis bleibt er dennoch.

Sollte er künftig die Uefa führen, braucht der DFB einen neuen Präsidenten. Bayern Münchens Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge hat dafür schleunigst den Ligapräsidenten Reinhard Rauball ins Gespräch gebracht. Der 68-jährige Vorsitzende von Borussia Dortmund sitzt im DFB-Präsidium. Er gilt als besonnen, ausgleichend und gut vernetzt. Er wäre sicher auch bei den traditionell hoch einflussreichen Amateur-Landesverbänden durchzusetzen.

Das trifft ebenfalls auf den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch (56) zu, der ohnehin bereits die Belange der Amateurfraktion vertritt. Koch sitzt seit 2007 im Präsidium. Niersbach war Generalsekretär des Verbands, bevor er vor drei Jahren zum Präsidenten gewählt wurde. Sein Nachfolger Helmut Sandrock (58) ist zwar in allen Verbandsangelegenheiten erfahren, er hat aber nicht die Ausstrahlung, die ihn für das Präsidentenamt befähigen könnte.

Oliver Bierhoff (47) dagegen beherrscht als Manager der Nationalmannschaft und Projektleiter der DFB-Akademie den medienwirksamen Auftritt. Weil er wie kaum ein anderer für die Professionalisierung des Verbands steht, ist schwer vorstellbar, dass er die Rückendeckung der Amateure bekommen könnte. Vielen Traditionalisten ist er zu sehr Bestandteil der schönen, neuen Fußballwelt. Dazu passen seine augenblicklichen Jobs viel besser.

(pet)
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