Trotz Spielpause: Neue Gewaltwelle in Griechenland
zuletzt aktualisiert: 16.04.2007 - 14:18Athen (RPO). Der Verband hat aufgrund der Geschehnisse in den vergangenen Wochen eine zweiwöchige Spielpause in allen Mannschaftssportarten vorgeschrieben, dennoch hat es am Wochenende in Griechenland eine neue Welle der Gewalt gegeben.
Die griechische Presse war entsetzt: "Die Gewalt ist zurück" und "Unglaublich, die Brutalität gewinnt!" lauteten die Überschriften. Der Höhepunkt des Schreckens ereignete sich in der 3. Liga bei der Partie zwischen Panetolikos Agrinio und Ilioupoli Athen. Nachdem den Hausherren in der 79. Minute ein Tor aberkannt wurde, lieferten sich Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer eine Schlägerei. Es gab fünf Platzverweise, ein Betreuer und ein Spieler wurden ins Krankenhaus gebracht.
Nach der 2:4-Niederlage von Messiniakos Kalamata gegen Kallithea in der 2. Liga lauerten 40 Fans ihrem Trainer Eduardo Amoril und dessen Betreuer auf. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Im Duell der 1. Liga zwischen AE Larissa und Olympiakos Athen (0:0) wurden ein Spieler und ein Klub-Funktionär von Olympiakos von einer Flasche getroffen und verletzt.
Vyron Polydoras, Griechenlands Minister für innere Sicherheit, schaltete sich ein und forderte alle Fans zunächst auf, nicht in Panik zu verfallen. Für die kommenden Tag kündigte der Minister eine umfassende Aufklärung an. Über eine neuerliche Sperre wurde zunächst nicht diskutiert.
Anfang April hatte das Sportministerium die Einstellung des Spielbetriebes in mehreren Sportarten für zwei Wochen verfügt. Hintergrund war ein gewaltsames Aufeinandertreffen von 600 Fußball-Rowdys der Vereine Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen mit Todesfolge. Zwei Schwerverletzte landeten dabei auf der Intensivstation, fünf weitere Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Beim Todesopfer wurden 19 Messerstiche festgestellt.
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