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Auf den Spuren von Huntelaar und van Nistelrooy
Mark Uth träumt von der Bundesliga

Fotos: Huntelaar staubt gegen Casillas ab
Fotos: Huntelaar staubt gegen Casillas ab FOTO: ap, PDJ
Der deutsche Stürmer Mark Uth sorgt derzeit beim SC Heerenveen in den Niederlanden für Furore. Der ehemalige U-20-Nationalspieler wandelt auf den Spuren von Klaas-Jan Huntelaar und Ruud van Nistelrooy und träumt von der Bundesliga.

Mark Uth sitzt mit seinem Hund Pumba im Garten vor seinem Haus und blickt in die Ferne. Die Sonne scheint dem 23 Jahre alten Stürmer vom SC Heerenveen ins Gesicht. Und spätestens als das Wort "Bundesliga" fällt, strahlen auch seine Augen. "Die Stadien sind ausverkauft mit 40.000, 60.000 oder 80.000 Zuschauern. Alle meine Freunde kommen aus Deutschland. Es gibt nichts Schöneres, als in seinem Heimatland in der höchsten Liga zu spielen", schwärmt Uth im Interview mit dem SID.

Bei seinem Heimatklub 1. FC Köln blieb dem heute 23-Jährigen einst der Sprung in die Fußball-Bundesliga verwehrt. Doch in den Niederlanden hat sich der 1,85 m große Stürmer mit 14 Toren und 13 Vorlagen in 30 Spielen nun eindrucksvoll für höhere Aufgaben empfohlen.

So wie vor ihm Ruud van Nistelrooy oder Klaas-Jan Huntelaar, die Heerenveen als Sprungbrett für eine Weltkarriere nutzten. "Das war ein Hauptgrund, warum ich hierhin gekommen bin. Hier wird Offensiv-Fußball gespielt", betont Uth: "Und van Nistelrooy oder Huntelaar sind große Vorbilder für mich."

Zumindest der Sprung in die Bundesliga steht bevor, Interessenten gibt es zuhauf. Unter anderem Werder Bremen, den Hamburger SV oder auch Bayer Leverkusen. Dabei lief für Uth auch in Heerenveen zunächst nicht alles nach Plan. Der ehemalige deutsche U-20-Nationalspieler saß meist auf der Bank und ließ sich zu Heracles Almelo ausleihen, wo er mit acht Toren erste Erfolge feierte. Im Sommer 2014 kam er zurück und startete unter Trainer Dwight Lodeweges endgültig durch.

"Ich habe in den letzten zwei Jahren den Schalter endlich umgelegt", erzählt er. Er denke nun nicht mehr, dass Talent allein schon reiche, sondern wisse, "dass man viel arbeiten muss, um besser zu werden". Auch Lodeweges ist von seinem Torjäger überzeugt. "Er trainiert hart. Er schießt Tore, aber er bereitet auch viele vor. In all diesen Punkten hat er in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht", sagt der Coach.

Der Verein hat vor kurzem die Vertragsoption gezogen, um Uth bis 2016 an den Verein zu binden. Will Heerenveen Geld mit ihm verdienen, müsste es den Top-Scorer in diesem Sommer verkaufen. Und das wird wohl passieren "Der Klub will Geld verdienen, das ist Teil seiner Philosophie. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er den Verein im Sommer verlässt", erklärt Lodeweges.

Wohin Uths Reise führt, ist noch nicht entschieden. "In den nächsten Wochen und Monaten kann noch alles passieren", sagt er: "Ich habe noch Zeit, um mir das zu überlegen, aber natürlich ehrt mich das und macht mich stolz, wenn jemand Interesse bekundet." Und da es nicht nur ein Verein ist, wird sich schon der passende finden lassen und der Traum von der Bundesliga in Erfüllung gehen.

(sid)
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