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VVV Venlo auf Rang zehn in die Winterpause
Thy-Hattrick sichert Heimsieg an Heilighabend

Venlo. Heiligabend, 14.30 Uhr – zu einem für deutsche Fußballfans äußerst ungewöhnlichen Moment für ein Liga-Spiel war das Seacon Stadion – De Koel des VVV-Venlo bis auf den Gästebereich restlos ausverkauft.

Und ein Deutscher sicherte sich auch gleich die Hauptrolle, Werder Bremen Leihgabe Lennart Thy schoss Venlo mit einem Hattrick zum Sieg gegen Almelo und damit zur Winterpause auf Rang zehn. "Wir haben in der ersten Halbzeit ein wenig Probleme mit dem schnellen Kombinationsspiel von Heracles gehabt, uns im zweiten Durchgang aber deutlich gesteigert und heute eben einen echten Goalgetter im Sturm gehabt", sagte VVV-Co-Trainer Jay Driessen, der den gesperrten Maurice Steijn an der Seitenlinie vertrat.

Die Gäste aus Almelo, bei denen Venlo seine einzige Auswärtsniederlage der Hinrunde einstecken musste, begannen forsch und nach gerade einmal zwei Minuten konnten die Grenzstädter von Glück sprechen, dass Alemlo-Stürmer Vermeij frei vor dem Tor zu unkonzentriert agierte. Venlo hatte sichtlich Mühe mit dem flotten Spiel der Gäste, doch beim ersten gut vorgetragenen Angriff landete der Ball auch schon im Netz. Torino Hunte bediente Lennart Thy und dieser zog aus 16 Metern knallhart ab, das 1:0 (17.). Venlo übernahm nun die Spielkontrolle, vergaß jedoch den zweiten Treffer nachzulegen. Im Gegenzug touchierte Roel Janssen seinen Gegenspieler im eigenen Sechzehnmeterraum derart ungeschickt, dass Schiedsrichter Bax auf anraten seines Assistenten auf Strafstoß entschied. Vermeij ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 1:1 (27.). Almelo übernahm wieder die Initiative und VVV konnte sich bei Lars Unnerstall bedanken, dass es zur Pause beim Unentschieden blieb, denn mit einem starken Reflex rettete er gegen Breukers.

Kurios wurde es in der Nachspielzeit des ersten Durchganges. Zuerst überraschte Heracles-Verteidiger Droste seinen eigenen Keeper mit einer Rückgabe, die nur um Zentimeter am eigenen Tor vorbei rollte, anschließend blieb die Pfeife des Unparteiischen bei einem harten Einsteigen gegen Damian van Bruggen im Strafraum zur Aufregung aller VVV-Akteure still. Wütende Proteste und ein Pfeifkonzert begleiteten den Schiedsrichter in die Pause. Van Bruggen und Röseler wurden hierbei auch noch mit gelben Karten verwarnt.

Der zweite Durchgang begann wie der erste endete, mit einem nicht gegebenen Elfmeter für Venlo. Diesmal wurde Torino Hunte unsanft gefällt, doch wieder blieb die Pfeife des Schiedsrichters still. Venlos zunehmender Druck resultierte allerdings kurz darauf doch im verdienten Führungstreffer. Erneut war es Lennart Thy, der beherzt einnetzte (55.). Kurz darauf schied VVV-Kapitän Jerold Promes verletzt aus, für ihn kam Tristan Dekker in die Partie und dieser hatte kurz nach seiner Einwechselung direkt die große Chance zum 3:1. Dieses 3:1 beanspruchte nach 76. Minuten Lennart Thy für sich und sicherte sich damit seinen Hattrick. Die Gäste aus Almelo stürmten nun wütend, allerdings auch ziemlich planlos nach vorne, doch ein gut aufgelegter Lars Unnerstall im VVV-Tor, sowie in der Nachspielzeit auch noch der Pfosten retteten Venlo am Ende den verdienten zweiten Heimsieg der Saison.

VVV-Venlo geht damit nach 18 Spielrunden mit 22 Punkten auf Tabellenplatz zehn in die Winterpause. Der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt sieben, auf den direkten Abstiegsplatz sogar bereits elf Punkte. Eine fantastische Leistung angesichts der Tatsache, dass die Grenzstädter mit dem geringsten Etat, sowie der unerfahrensten Mannschaft der Eredivisie agieren und vor der Saison vom Großteil der Experten als Abstiegskandidat Nummer eins betitelt wurden.

VVV-Venlo - Heracles Almelo 3-1 (1-1)

Tore: 17. Thy 1-0, 27. Niemeijer 1-1 (Elfmeter), 55. Thy 2-1, 76. Thy 3-1

Zuschauer: 7.600

VVV-Venlo: Unnerstall; Rutten, Promes (60. Dekker), Röseler, Janssen; Leemans, Van Bruggen, Seuntjens; Van Crooij (82. Opoku), Thy, Hunte

Heracles Almelo: Castro, Breukers (60. Pröpper), Droste, Wuytens, Baas, Niemeijer (78. Darri), Pelupessy, Monteiro, Kuwas, Vermeij (67. Gladon), Peterson

 
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