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Sieg im Supercup
Reals "Feierbiester" machen Polonaise bei Pk

Bilder: Real Madrid gewinnt den europäischen Supercup
Bilder: Real Madrid gewinnt den europäischen Supercup FOTO: afp, jnk
Trondheim/Hamburg. Real Madrid hat zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren den Uefa-Supercup gewonnen. Der Ex-Leverkusener Dani Carvajal erzielte in Trondheim in der Verlängerung den 3:2-Siegtreffer für die Real-B-Elf.

Trainer Zinedine Zidane wollte gerade zu einem Pauschal-Lob ansetzen, da nahmen ihm die siegreichen Stars von Real Madrid das Heft des Handelns aus der Hand. In einer fröhlichen Polonaise enterten sie bei der offiziellen Pressekonferenz das Podium, hüpften wie kleine Schuljungs herum und bespritzten ihren Coach aus Wasserflaschen.

Er schien ihnen wirklich wichtig zu sein, der dritte Triumph im Uefa-Supercup. Erst in der Nachspielzeit erzwangen die Königlichen durch Kapitän Sergio Ramos eine Verlängerung. Dort besiegelte der Ex-Leverkusener Dani Carvajal in der vorletzten Minute den 3:2 (2:2, 1:1)-Erfolg gegen Europa-League-Gewinner FC Sevilla.

Sergio Ramos macht den Unterschied

Und auch der einstige Weltfußballer Zidane nahm den ersten Pokal der neuen Saison gerne mit. "Es war ein großartiges Spiel von beiden Seiten und unser Sieg ging in Ordnung", sagte der Real-Coach, der besonders die Willensstärke seines Spielführers pries: "Sergio hat schon oft den Unterschied gemacht. Er ist unser Mann für die entscheidenden Momente, er weiß dann ganz genau, was er tun muss."

Der 30-Jährige gab derlei Komplimente artig zurück. "Ich bin ein Real-Gewächs und weiß, das ich immer alles geben muss. Das ist einfach unsere Klub-DNA", erklärte der Abwehrspieler pathetisch. Für Zidane hatte sich nach diesem Sieg gegen die Andalusier auch die Diskussionen über weitere Transferaktivitäten erledigt: "Man hat gesehen, dass wir genügend gute Spieler haben."

Schließlich fehlten ihm vor 20.000 Zuschauern im Lerkendalstadion von Trondheim noch seine drei Superstars Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Toni Kroos. Nicht in der Startformation standen auch Karim Benzema, Luka Modric und James Rodriguez. Dennoch reichte es zum knappen Sieg, Zidane ist damit nach Carlo Ancelotti, Pep Guardiola, Diego Simone und Luis Enrique der fünfte Profi, der als Spieler und Trainer den Supercup gewinnen konnte.

Der neue Sevilla-Coach Jorge Sampaoli, der dem Ex-Hannoveraner Hiroshi Kiyotake eine Einsatzchance von Beginn an gab, trauerte der durchaus möglichen sportlichen Überraschung ein wenig hinterher: "Wir haben aus unseren guten Phasen zu wenig gemacht. Und als es darauf ankam, haben wir es zugelassen, dass Real uns richtig wehgetan hat."

Das Interesse des deutschen TV-Publikums am dritten rein spanischen Supercup-Duell in Folge war eher schwach. In Konkurrenz zu den Olympia-Übertragungen aus Rio de Janeiro wollten im Schnitt nur 380.000 Zuschauer bei ZDFinfo die Bilder aus Norwegen sehen. 2017 wird das Endspiel in der National Arena Filip II. im mazedonischen Skopje ausgetragen, das Stadion bietet 33.460 Zuschauern Platz.

(sid)
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