3:1-Sieg gegen Mexiko: Rot für Brasiliens Trainer Dunga
zuletzt aktualisiert: 13.09.2007 - 10:15Boston (RPO). Carlos Dunga galt schon zu seiner aktiven Zeit als harter Hund, der oftmals am Rande des Platzverweises stand. Nun hat der ehemalige Bundesliga-Profi seinem Namen auch als Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft alle Ehre gemacht. Dunga sah beim 3:1 (1:1)-Erfolg der "Selecao" gegen Mexiko die Rote Karte.
Dunga war mit seinen Stars zwar zufrieden, wetterte aber umso heftiger gegen die Unparteiischen. Der frühere Stuttgarter Bundesliga-Profi wurde deshalb kurz nach dem Tor zum 3:1-Endstand durch Afonso (86.), der beim SC Heerenveen in den Niederlanden spielt, von Schiedsrichter Baldomero Toledo (USA) vorzeitig in die Kabinen geschickt. Zuvor hatte bereits Elano die Rote Karte gesehen (80.).
Ganz anders ist die Gefühlslage bei Superstar Ronaldinho. "Ich fühle mich im Moment sehr glücklich in der Nationalelf. Wir spielen immer besser zusammen, und das erleichtert mir die Arbeit", erklärte der zweimalige Weltfußballer, der nach seinem Urlaubsgesuch für die Copa America in der Sommerpause wie Nationalelf-Kollege Kaka Kredit bei Dunga verspielt hatte und sich nun durch starke Auftritte wieder in den Vordergrund gespielt hatte.
Im mit 68.000 fast komplett gefüllten Stadion von Boston dirigierte der Mann mit dem schwarzen Kopftuch die Aktionen des fünfmaligen Weltmeisters, der trotz Chancenüberlegenheit in der 42. Minute nach einem von Juan Carlos Cacho mustergültig abgeschlossenen Konter in Rückstand geriet. Doch nur zwei Minuten später verwerte der frühere Hannoveraner Bundesligaprofi Kleber eine Ecke Ronaldinhos zum hochverdienten Ausgleich.
"Ich verstehe jetzt besser, was Dunga von mir will", bekundete der Barca-Regisseur, der gegen die Mexikaner, die zuletzt bei der Copa America 2:0 gewonnen hatten, ungestüm begann, nach 15 Minuten bereits mit Gelb verwarnt wurde, dann aber bei seinem erneuten Glanzauftritt vor allem mit langen Pässen seine Mitspieler immer wieder gut in Szene setzte.
Pluspunkte beim Chef sammelte vor dem Auftakt der WM-Qualifikation am 14. Oktober in Kolumbien auch Kaka, der den Copa-America-Sieger in der 80. Minute auf die Siegerstraße schoss. "Ich brauchte die Ferien, um wieder in guter Verfassung spielen zu können. Der Beginn der Saison zeigt, dass es die richtige Entscheidung war", bekannte der Star vom AC Mailand, der sich Hoffnungen macht, im Dezember vom Weltverband FIFA als Fußballer des Jahres ausgezeichnet zu werden.
Den Test gegen die Mexikaner, die in den letzten acht Duellen erst die zweite Niederlage kassierten, absolvierten aus der Bundesliga Lucio (Bayern München) und Mineiro (Hertha BSC Berlin) über 90 Minuten sowie Gilberto (Berlin) und Josue (VfL Wolfsburg), die für die Schlussviertelstunde eingewechselt wurden.
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