| 22.21 Uhr

Portugal
Russische Mafia benutzte angeschlagene Klubs zur Geldwäsche

Die portugiesische Polizei hat eine russische Mafiabande gefasst, die im Verdacht steht, mehrere finanziell angeschlagene Fußballklubs aufgekauft und zur Geldwäsche benutzt zu haben. Mehr als 70 Beamte durchsuchten bereits am Dienstag insgesamt vier Vereine, darunter den ehemaligen Erstligisten Uniao de Leiria. "Dieses kriminelle und seit 2008 aktive Netzwerk wird als Zelle einer wichtigen russischen Mafiagruppe angesehen, die für die Wäsche mehrerer Millionen Euro in ganz Europa verantwortlich ist", teilte die EU-Polizeibehörde Europol mit. Das "schmutzige" Geld stamme mehrheitlich aus kriminellen Geschäften, die außerhalb von Europa durchgeführt wurden. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP wurden drei Männer aus Leirias Klubführung festgenommen, darunter auch der russische Präsident und ehemalige Fußballer Alexander Tolstikow. Alle drei sollen am Donnerstag vor einem Gericht angehört werden. Leiria hatte bis 2012 in der ersten Liga gespielt, war anschließend aber bis in die dritte Liga durchgereicht worden.

(sid)
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