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EM-Testspiele
Fans erheben sich für Cruyff – Niederlande unterliegt Frankreich

Oranje-Spiel zu Ehren von Cruyff in 14. Minute unterbrochen
Oranje-Spiel zu Ehren von Cruyff in 14. Minute unterbrochen FOTO: afp, mm
Amsterdam/Dublin. Rund zweieinhalb Monate vor dem Eröffnungsspiel der EM hat die französische Nationalmannschaft einen Prestigesieg gegen die Niederlande eingefahren. Das Spiel in Amsterdam stand ganz im Zeichen der Trauer um Johan Cruyff.

Der EM-Gastgeber setzte sich am Freitagabend in einem Test in Amsterdam verdient mit 3:2 (2:0) gegen die nicht fürs Kontinentalturnier qualifizierten Holländer durch. Die Schweiz startete mit einer Niederlage in Irland ins EM-Jahr. Mit mehreren Bundesligaprofis verlor die Auswahl von Coach Vladimir Petkovic in Dublin mit 0:1 (0:1). In einem weiteren Test kam EM-Teilnehmer Slowakei nur zu einem torlosen Remis gegen Lettland.

Superstar Cristiano Ronaldo leistete sich derweil mit Portugal im ersten Test des EM-Jahres einen Ausrutscher. In Leiria unterlag das Team von Trainer Fernando Santos gegen das nicht für die Endrunde in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) qualifizierte Bulgarien mit 0:1 (0:1). Weltfußballer Ronaldo (66.) verschoss dabei einen Elfmeter.

Antoine Griezmann (6. Minute), Olivier Giroud (14.) und Blaise Matuidi (88.) erzielten die französischen Tore, für die Niederlande trafen Luuk de Jong (47.) mit dem Unterarm und Ibrahim Afellay (86.). Direkt nach dem 2:0 wurde die Partie für eine Schweigeminute zu Ehren des am Donnerstag verstorbenen Cruyff unterbrochen - die niederländische Fußball-Ikone hatte früher die Nummer 14 getragen. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten in Gedenken an den legendären Oranje-Spielmacher, der stets mit der Trikotnummer 14 aufgelaufen war.

Cryuff war am Donnerstag an den Folgen seiner Lungenkrebs-Erkrankung im Alter von 68 Jahren in Barcelona gestorben. Vor dem Anpfiff wurde in der mit rund 46.000 Zuschauern nicht ausverkauften Amsterdamer Arena zudem eine Schweigeminute zu Ehren der Opfer der Terroranschläge in Brüssel mit 31 Toten und rund 300 Verletzten abgehalten.

Die Gäste waren fast über die gesamte Spielzeit überlegen, obwohl von einer optimalen Vorbereitung auf die EM-Titelmission bisher keine Rede sein konnte. Noch immer ist beispielsweise ungeklärt, ob die Mannschaft bei der EM mit ihrem Top-Torjäger Karim Benzema antreten wird. Der Stürmer ist in eine Erpressungsaffäre verstrickt.

Bei den Niederländern fehlte unter anderem der angeschlagene Arjen Robben, der sich auf seine Genesung konzentrieren will. Altstar Wesley Sneijder wurde kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt.

Für Irland erzielte Innenverteidiger Ciaran Clark bereits nach zwei Minuten den einzigen Treffer gegen die mit zahlreichen Bundesligaprofis angetretenen Schweizer. Der Erfolg hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher ausfallen können.

(areh/dpa/sid)
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