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Korruptionsskandal
Schweiz liefert verhafteten Fifa-Funktionär Rocha an USA aus

Bern. Die Schweiz hat im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal im Weltverband Fifa nun auch den letzten von sieben verhafteten Fußball-Funktionären an die USA ausgeliefert. In Begleitung von zwei US-Polizeibeamten wurde Julio Rocha am Dienstag von Zürich nach New York ausgeflogen, teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz mit. Rocha war Präsident des Fußballverbandes von Nicaragua. Er war wie sechs andere Fifa-Funktionären 2015 auf Ersuchen der USA in Zürich festgenommen worden. Den Beschuldigten werden vor allem die Annahme von Schmiergeldzahlungen sowie dadurch verursachte Verzerrungen des Wettbewerbs im Zusammenhang mit internationalen Fußballturnieren vorgeworfen. Abgesehen von den Festnahmen sowie der Auslieferung der Verdächtigen habe die Schweiz der US-Justiz auch durch die Beschlagnahme und Übergabe umfangreicher Bankunterlagen geholfen, erklärte die Behörde. Insgesamt seien zudem in der Schweiz 13 Bankkonten der Beschuldigten mit 80 Millionen Dollar gesperrt worden (71 Millionen Euro).

 

(dpa)
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