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Keine Satire
Zeitung kürt Blatter zum "Schweizer des Jahres"

Zürich. Der skandalumwitterte Fifa-Chef Sepp Blatter hat sich aus Sicht der konservativen Zeitung "Weltwoche" den Titel "Schweizer des Jahres" verdient.

In seiner am Donnerstag erschienenen Ausgabe hebt das Blatt den derzeit suspendierten Präsidenten des Fußball-Weltverbands auf den Titel und schwärmt von den "eindrücklichen Leistungen dieses Ausnahmeschweizers, der als eine Mischung aus Sonderbotschafter und Entwicklungshelfer rastlos um den Planeten tourte".

Der 79-Jährige werde verkannt, die Zeitung sieht in ihm einen "unermüdlichen und bewundernswerten Fußballkämpfer für eine bessere Welt". Blatter selbst sagt im Interview: "Eigentlich müsste man mir ein Diplom überreichen für das, was ich hier erreicht habe." Die "Weltwoche" und ihr Chefredakteur Roger Köppel standen schon mehrmals in der Kritik wegen rechtspopulistischer Tendenzen.

RTL-Reporter Florian König wittert Satire:

Blatter wurde am Donnerstag zur entscheidenden Anhörung über eine weitere Sperre vor der Fifa-Ethikkommission erwartet. Blatter wird eine dubiose Zwei-Millionen-Franken-Zahlung im Jahr 2011 an den derzeit ebenfalls für 90 Tage suspendierten Uefa-Chef Michel Platini vorgeworfen.

Nach Darstellung der beiden Spitzenfunktionäre handelt es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Dienste aus den Jahren 1998 bis 2002. Das Urteil der rechtsprechenden Ethikkammer wird für den 21. Dezember erwartet.

(dpa)
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Sepp Blatter ist "Schweizer des Jahres 2015" für Zeitung "Weltwoche"


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