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Fifa-Korruptionsskandal
Chiles Verbandsboss: Rücktritt und ins US-Zeugenschutzprogramm

Sergio Jadue: Rücktritt und ins US-Zeugenschutzprogramm
Sergio Jadue (re.) im Gespräch mit Sepp Blatter FOTO: dpa, mr mag mda hpl
Sergio Jadue ist als Präsident des chilenischen Fußball-Verbandes ANFP zurückgetreten und geht im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal im Weltfußball ins US-Zeugenschutzprogramm.

Wie die ANFP bekannt gab, hat der Verband den Rücktritt des 36-Jährigen akzeptiert. Jadue, seit 2011 im Amt und zudem Vizepräsident des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, flog bereits in der Nacht zu Dienstag mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten. Reportern habe er am Flughafen von Santiago gesagt, er fahre für mehrere Monate in Urlaub.

Die Tageszeitung El Mercurio berichtete derweil, dass Jadue bei den US-Behörden, vor allem beim FBI, umfassende Aussagen über den Korruptionsskandal machen werde, der rund um die Fifa entstanden ist.

In dem Skandal, in dem es unter anderem um die Veruntreuung von TV-Geldern geht, ermittelt die US-Justiz gegen rund ein Dutzend Ex-Funktionäre. Zuletzt war Jose Maria Marin, ehemaliger Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes CBF, an die USA ausgeliefert worden. Auch der früherer CONCACAF-Chef Jeffrey Webb (Kaymaninseln) hat sich den US-Behörden gestellt, weitere Funktionäre wehren sich gegen die Auslieferung.

(sid)
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