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Vorwurf des Steuerbetrugs
Ronaldo hat ein "reines Gewissen"

Cristiano Ronaldo weist Vorwurf des Steuerbetrugs zurück
Cristiano Ronaldo droht eine Haftstrafe. FOTO: dpa, TS lof hak
Madrid.  Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat nach der Anklage gegen ihn wegen Steuerhinterziehung beteuert, ein "reines Gewissen" zu haben. Das sagte der 32-Jährige vor der Abreise mit der portugiesischen Nationalmannschaft zum Confed Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) am Flughafen von Lissabon.

Zuvor hatte Champions-League-Sieger Real Madrid dem Portugiesen den Rücken gestärkt. Der Verein habe "volles Vertrauen in unseren Spieler Cristiano Ronaldo, der unserem Verständnis nach in Übereinstimmung mit der Rechtmäßigkeit in Bezug auf die Erfüllung seiner steuerlichen Verpflichtungen gehandelt hat", hieß es in einem Statement.

Der spanische Rekordmeister hofft auf eine schnelle Aufklärung und ist "absolut überzeugt, dass er seine totale Unschuld in diesem Prozess beweisen wird". Real betonte trotz der schwerwiegenden Vorwürfe zudem: "Seit seiner Ankunft bei Real Madrid im Juli 2009 hat Cristiano Ronaldo immer den klaren Willen gezeigt, alle seine steuerlichen Pflichten zu erfüllen."

Am Dienstag war bekannt geworden, dass dem portugiesischen Superstar von der Staatsanwaltschaft Madrid ein Steuerbetrug in Höhe von 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen vorgeworfen wird. Der Europameister soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitzen auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Ronaldo gilt laut Forbes als bestbezahlter Athlet der Welt. Den Schätzungen zufolge kassiert Ronaldo pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten.

(dpa)
 
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