Supercup-Entscheidung in Barcelona: Fabregas beim Clasico im Mittelpunkt
zuletzt aktualisiert: 17.08.2011 - 19:06Barcelona (RPO). Einen besseren Einstand könnte es für Cesc Fabregas gar nicht geben: Gleich zum Auftakt ein Heimspiel mit seinem alten, neuen Klub im ausverkauften Stadion Camp Nou zu Barcelona. Und das direkt beim Clasico gegen den großen Rivalen Real Madrid.
Und selbstverständlich soll auch gleich der erste Pokal im ersten Spiel her. Vielleicht erzielt er ja auch noch das entscheidende Tor – sozusagen als Zugabe. Dann würde es vermutlich umgehend Anrufe aus Hollywood geben, und der Streit um die Filmrechte würde entbrennen.
Fabregas: "Ich bin fit"
Dass der verlorene Sohn mit der Rückennummer 4, der seit Montag offiziell wieder bei seinem Jugendverein FC Barcelona unter Vertrag steht, am Mittwochabend spielen wird, scheint außer Frage. "Ich bin körperlich topfit, aber der Trainer muss entscheiden, ob ich spiele", sagt der 24-Jährige, der nach acht Jahren in England für insgesamt rund 40 Millionen Euro vom FC Arsenal zurückgekauft wurde.
Die Voraussetzungen für einen Einsatz sind perfekt: Trotz deutlicher Unterlegenheit schafften die Katalanen am Sonntagabend in Madrid ein 2:2 im Hinspiel um den spanischen Supercup zwischen Meister Barca und Pokalsieger Real. Mittwochnacht - das Spiel beginnt aufgrund der Playoffs zur Champions League erst um 23 Uhr - reicht also ein 0:0, ein 1:1 und natürlich jede Art von Sieg zum ersten Pokal der Saison.
Es wäre der zehnte Supercup-Titel für den Rekordsieger und der dritte Triumph in Serie. Real steht hingegen erst bei acht Erfolgen, will nach Titeln mit dem Rivalen ausgleichen - und ihm vor allem die gute Laune rund um die Fabregas-Verpflichtung verderben.
Mourinho und das zweite Jahr
Schließlich steht die Mannschaft im zweiten Jahr unter Trainer Jose Mourinho in der Pflicht. Der Portugiese selbst behauptet stets, dass seine Teams erst dann richtig gut werden - und die Vergangenheit gibt ihm recht: Mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) gewann er im zweiten Jahr unter anderem die Champions League.
Und seine Mannschaft scheint auf einem guten Weg. Spielerisch hielt sie im Hinspiel nicht nur mit, sondern dominierte das Geschehen über weite Strecken sogar. "Es war ein sehr gutes erstes Spiel für uns , auch wenn das Ergebnis nicht so gut war, weil wir einen Sieg verdient gehabt hätten. Aber es liegt in unseren Händen, Barcelona zu besiegen", sagte Stürmer Karim Benzema, der beide Real-Tore vorbereitete. "Wir wollen diesen Titel und ich bin überzeugt davon, dass wir dieses Ziel erreichen können. Die Partie in Barcelona wird offen sein."
Barca diesmal mit dem A-Team
Allerdings wird Barca-Trainer Pep Guardiola nicht noch einmal eine B-Elf auflaufen lassen. Am Sonntag saßen die Stammspieler Xavi, Sergio Busquets, Pedro Rodriguez und Gerard Pique nur auf der Bank. Kapitän Carles Puyol fehlte verletzt und Fabregas war noch nicht im Team. Zudem spielte ein Messi, der erst eine Woche zuvor aus dem Urlaub zurück gekommen war.
"Im Rückspiel wird man ein anderes Barcelona sehen", kündigte auch Verteidiger Dani Alves an. "Wir werden dann eingespielter sein und in einem bessern körperlichen Zustand. Von daher bin ich sicher, dass wir unser Ziel erreichen werden." Doch egal wie das Finale endet: Der Kampf um die ganz großen Titel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid wird damit erst beginnen.
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