Taktische Maßnahmen bei Real und Barca: Falsche Informationen über verletzte Spieler
zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 10:12Madrid (RPO). Der FC Barcelona und Real Madrid spannen im Kampf um die spanische Meisterschaft auch die Mannschaftsärzte mit in ihre Taktik ein. Wie das Sportblatt "Marca" berichtete, verbreiten beide Klubs häufig irreführende Informationen über Verletzungen von Spielern, um die Konkurrenz zu verwirren. "Real und Barca lassen die Ärzte mitspielen", schrieb die Zeitung. "Sie manipulieren die Bulletins, um den Rivalen auf falsche Fährten zu schicken."
Die Katalanen neigten dazu, das Ausmaß von Blessuren zu übertreiben, heißt es. Die Madrilenen hingegen spielten Verletzungen herunter und hielten Informationen zurück. Das Blatt erinnerte an die "Wunderheilung" des Barca-Stürmers Alexis Sanchez, der laut einer Mitteilung des Clubs zehn Tage hätte pausieren müssen, dann aber bereits nach drei Tagen wieder eingesetzt wurde.
Kurz vor dem Anpfiff eines Spiels gegen CA Osasuna gab Barca bekannt, Lionel Messi könne wegen einer Grippe nicht spielen. Der Weltfußballer kam dann aber doch zum Einsatz und schoss prompt zwei Tore. Carles Puyol und Andres Iniesta waren nach Verletzungen schon häufig früher fit als angekündigt.
Real Madrid verschwieg vor dem jüngsten "Clasico" eine Verletzung von Angel di Maria und berief den Argentinier ins Aufgebot, obwohl er nicht eingesetzt werden konnte. Kaka attestierte der Club eine Prellung, obwohl der Brasilianer in Wirklichkeit einen Muskelfaserriss erlitten hatte. Bei Pepe, Fabio Coentrao oder Sergio Ramos habe Real das Ausmaß von Verletzungen wie ein Staatsgeheimnis behandelt, schrieb "Marca".
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