Zu den Klängen von Nessun Dorma, begleitet von den Fußball-Idolen Alfredo di Stefano und Eusebio und ganz in strahlendem Weiß, hat Cristiano Ronaldo vor 80.000 begeisterten Fans im ausverkauften Estadio Santiago Bernabeu seine ersten öffentlichen Schritte als neuer Superstar von Real Madrid gemacht.
Ronaldos Ankunft am Flughafen. Ein lässiges T-Shirt des Sponsors, eine undefinierbare weiß-braune Sonnenbrille, eine offenbar luxuriöse Armbanduhr und das Haar frisch durchgegelt. Ein insgesamt gelungenes Outfit für einen Fußball-Star.
Die Fans warten seit Stunden, erste Liebesbekundungen inklusive.
Ronaldo muss aber erst mal zum Medizincheck. Normalerweise reine Routine, aber Ronaldos (Auf-)tritte sind alles andere als das.
Alles bestens, signalisiert der halbnackte Portugiese den Fotografen. Ob der Nationalspieler weiß, dass die Ärzte einige Pfropfen auf seinem Körper vergessen haben?
Draußen warten weiter die Fans.
Das ist echte Männerfreundschaft!
In Madrid gibt es ganz offensichtlich einen fleißigen Bäcker.
Der Funke zu den Fans sprang sofort über, als Ronaldo in kompletter Fußball-Kluft mit der Rückennummer 9 den klassichen Real-Schlachtruf anzählte. "Eins, zwei, drei", sagte Ronaldo - "Hala Madrid" (Vorwärts Madrid), schallte es aus 80.000 Kehlen zurück.
Die offizielle Präsentation des teuersten Fußballers der Welt wurde "königlich" zelebriert.
"Hier bin ich" sagt Ronaldo, der zuvor schon viel Respekt vor sich selbst bewiesen hatte: "Ich bin die 94 Millionen Euro wert."
Aber wie wir wissen, hat Ronaldo wenig Probleme mit Selbstvertrauen. Er bekommt das Trikot mit der Nummer neun. Die Buchmacher boten sogleich erste Wetten an, dass Ronaldo in der kommenden Saison mindestens 20 Treffer erzielt.
Es gab sogar einen eigenen Balljungen für Ronaldo.
Dafür gab's ein Küsschen. Doch offenbar war der kleine Junge davon nicht so begeistert, wie vor einigen Wochen das It-Girl Paris Hilton.
Nicht gerade improvisiert erscheint die kurze Einlage des Ballkünstlers.
Das wunderschöne Estadio Bernabeu platzte aus allen Nähten, dabei fand nicht mal ein Fußballspiel statt.
Offensichtlich scheuten sich auch die Fans aus Portugal nicht, für die Präsentation anzureisen.
Ronaldo schaut sich die Pokal-Sammlung des königlichen Klubs an. Daran geknüpft ist eine gewisse Erwartungshaltung an ihn.
Auf der anschließenden Pressekonferenz war der Spaß für Ronaldo dann vorbei. Mit ernster Miene beantwortete er rasch einige Fragen, ehe er entschwand. Unter 80.000 macht es Ronaldo wohl nicht mehr fröhlich.