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Bewusste Falschaussagen?
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Modric

Luka Modric: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vermeidlicher Falschaussagen
Luka Modric feiert im Trikot von Real Madrid FOTO: rtr, mb
Zagreb. Luka Modric ist in seiner kroatischen Heimat in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten. Der 31-Jährige wird verdächtigt, bewusst Falschaussagen im Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Dinamo-Zagreb-Mogul Zdravko Mamic getätigt zu haben.

Modric hatte in jenem Prozess ausgesagt, dabei jedoch völlig unterschiedliche Inhalte ausgesagt. Bei seiner zweiten Vorladung zeigte sich der kroatische Nationalspieler deutlich weniger auskunftsfreudig und konnte sich zudem angeblich an diverse Aussagen nicht mehr erinnern. Auch das Jahr, in dem er für die Nationalmannschaft debütierte, war ihm gänzlich entfallen.

Zdravko Mamic wird vorgeworfen, den Verein Dinamo Zagreb gemeinsam mit Bruder Zoran um mehr als 15 Millionen Euro betrogen zu haben. Auch beim kroatischen Staat sollen die Brüder rund 1,5 Millionen Euro Schulden haben.

Mit einer belastenden Aussage von Luka Modric hätte der kroatische Staat Fußball-Boss Mamic womöglich verurteilen können. Nun soll in einer Untersuchung geklärt werden, warum der Nationalheld seine Aussagen weder wiederholen noch belegen wollte.

Modric wird von der Staatsanwaltschaft nicht namentlich genannt, es ist aber die Rede von "einem Kroaten, der 1985 geboren wurde und am 13. Juni eine Falschaussage in einem Gericht in Osijek" getätigt haben soll. Hauptsächlich geht es um einen Vertrag, den Modric im Jahr 2004 als Spieler von Dinamo Zagreb unterschrieben haben soll.

Darin wurden etwaige Modalitäten geregelt, die den Verein an zukünfigen Transfers von Modric mitverdienen lassen. 2015 hatte Modric noch behauptet, den Vertrag erst unterzeichnet zu haben, nachdem er bereits bei Tottenham Hotspur unterschrieben hatte.

(sid)
 
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