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Barcelonas Torhüter
ter Stegen spricht über die Lage in Katalonien

Foto-Porträt: Das ist Marc-Andre ter Stegen
Foto-Porträt: Das ist Marc-Andre ter Stegen FOTO: afp, JL/ql
Barcelona. Der deutsche National-Torhüter Marc-André ter Stegen bekommt in Barcelona hautnah die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen mit. Auch in der Mannschaft des Weltklubs sind die politischen Spannungen ein großes Thema.

"An zwei unserer Spieltage war der obere Teil der Stadt wegen einer Demonstration geschlossen. Ich sehe und spüre natürlich, wie stolz die Menschen sind, dass sie Katalanen sind und unabhängig sein wollen", sagte der 25-jährige Ex-Gladbacher in einem Interview des Online-Portals "RevierSport".

"Ich sehe auch die Menschen, die Teil Spaniens bleiben wollen. Diese Sache ist aber sehr kompliziert, weil sie auch mit Gefühlen zu tun hat, die weit zurückliegen in der Geschichte. Deshalb kann und möchte ich mir kein abschließendes Urteil bilden", fügte der Torhüter des FC Barcelona hinzu. In der Mannschaft sei das Unabhängigkeitsreferendum ein großes Thema. "Natürlich beschäftigen wir uns damit. Wir haben einige Spieler, die aus Katalonien kommen. Jeder bildet sich seine Meinung und jeder respektiert den anderen", urteilte ter Stegen.

Nach dem Terroranschlag am 17. August auf der Flaniermeile La Rambla habe man die Angst der Menschen förmlich greifen können. "Die Furcht war groß, dass so etwas Schreckliches wieder vorkommen kann. Ich selber habe mich wirklich betroffen gefühlt, weil ich im Zentrum lebe und deshalb relativ nah dran war." Er sei sprachlos gewesen und habe eine "Schockstarre" erlebt. Man denke darüber nach und stelle sich vor was passieren kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort sei. "Das kann niemanden kalt lassen. Kinder, Väter und Mütter werden mutwillig und bösartig aus dem Leben gerissen. Das macht fassungslos", sagte ter Stegen.

(dpa)
 
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