| 16.33 Uhr

Brasilianer kostet 222 Millionen Euro
Berater bestätigt Neymar-Wechsel nach Paris

Was man mit 222 Millionen Euro alles machen könnte
Was man mit 222 Millionen Euro alles machen könnte
Barcelona. Der Rekordwechsel von Neymar nach Paris ist so gut wie perfekt. Am Mittwoch verkündete der Superstar des FC Barcelona offiziell seinen Wechselwunsch, sein Berater kündigte noch für die Woche die Vorstellung an der Seine an.

Am Mittwoch um 11.27 Uhr ließ der FC Barcelona die Transfer-Bombe platzen. "Neymar hat vor dem heutigen Training den Verein darüber informiert, den FC Barcelona zu verlassen", teilten die Katalanen in einem knappen Statement emotionslos auf ihrer Homepage mit. Der Mega-Wechsel des Fußball-Superstars für die Weltrekordsumme von 222 Millionen Euro zu Paris St. Germain ist damit nahezu perfekt.

Wagner Ribeiro, wichtigster Berater von Neymar, bestätigte am Mittwochnachmittag spanischen Medien, dass Paris die in Neymars vertraglich zugesicherter Ausstiegsklausel verankerte Ablösesumme von 222 Millionen Euro zahlen wird. "PSG wird diese Summe für Neymar bezahlen. Er wird noch in dieser Woche als Neuzugang in Paris präsentiert", so der Brasilianer.

FC Barcelona tauscht Plakate mit Neymar aus FOTO: afp

Neymar war zuvor "mit Erlaubnis von FCB-Trainer Ernesto Valverde vom Training freigestellt worden, um seine Zukunft zu klären", wie der Klub mitteilte. Barça ließ gleichzeitig keinen Zweifel daran, auf die festgeschriebene Rekord-Ablösesumme zu bestehen. Der Klub habe Neymar und seinen Vater, gleichzeitig dessen Berater, "auf die Ausstiegsklausel hingewiesen, die eine Ablöse in Höhe von 222 Millionen Euro beinhaltet und die in voller Höhe gezahlt werden muss", teilte der Klub mit.

Messi verabschiedet sich bereits

Am Nachmittag bestätige Superstar Lionel Messi quasi den Transfer. "Es war mir eine große Freude, diese Jahre mit dir verbracht zu haben, mein Freund. Ich wünsche dir viel Glück auf der neuen Etappe deines Lebens. Wir sehen uns", twitterte der Argentinier.

Spanischen Medienberichten zufolge hatte Neymar seinen Mitspielern in der Kabine bereits den Wechsel nach Paris verkündet, ehe er das Areal in Sant Joan Despi im markanten blauen Sportwagen wieder verließ. Eine offizielle Bestätigung für den Wechsel gab es jedoch noch nicht. Aus Paris sickerte aber durch, dass der 25-Jährige noch diese Woche vorgestellt wird.

Ribeiro hatte die ohnehin schon heißen Gerüchte befeuert, indem er auf seinem Twitteraccount ein Foto des Eiffelturms postete und darunter ausdrücklich auf den "wunderbaren" Fußball in der Stadt hinwies. Angeblich wird Neymar am Freitag in Paris zu einer medizinischen Untersuchung erwartet, kurz darauf könnte die am Eiffelturm geplante spektakuläre Präsentation steigen.

Neymar war erst am späten Dienstagabend mit dem Flugzeug aus Dubai wieder in Katalonien angekommen und hatte den Flughafen wortlos durch einen Hinterausgang verlassen. Auch am Mittwoch äußerte er sich nicht und dürfte stattdessen nun den Deal mit den Parisern finalisieren. Dass der Olympiasieger von 2016 noch einmal an der Seite von Messi und Luis Suarez für Barça aufläuft, gilt als ausgeschlossen.

Zunächst muss aber PSG die aberwitzige Rekordsumme von 222 Millionen Euro an Barcelona überweisen. Eigentlich besitzt der Torjäger, der 2013 für 86,2 Millionen Euro Ablöse vom FC Santos nach Barcelona gewechselt war, noch einen Vertrag bis 2021. Klappt der Deal, würde Neymar den Franzosen Paul Pogba ablösen, der bislang der teuerste Spieler der Welt ist. Im vergangenen Jahr war der 24-Jährige für 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt.

Wird Neymar am Eiffelturm präsentiert?

In der Seine-Metropole soll PSG schon mit Hochdruck an der spektakulären Vorstellung Neymars arbeiten. Mehrere französische Medien berichteten über Bemühungen des Nobelklubs um die städtische Genehmigung für eine Show zu Füßen des Eiffelturms in den Trocadero-Gärten vor dem Palais de Chaillot.

Zuletzt hatten auch Berichte über einen Trick von PSG zur Umgehung der von Barcelona angemahnten Financial-Fair-Play-Vorschriften der Europäischen Fußball-Union (Uefa) den Transfer-Spekulationen neue Nahrung gegeben. Demnach soll Neymar, der in Paris bin zu 30 Millionen Euro pro Saison kassieren könnte, selbst seine Ablöse zahlen, gleichzeitig aber parallel zu seinem PSG-Engagement eine Tätigkeit als Botschafter für die WM-Endrunde 2022 in Katar übernehmen und dafür nicht weniger als 300 Millionen Euro erhalten.

Die spanische Liga hat bereits angekündigt, im Fall des perfekten Wechsels eine offizielle Beschwerde bei der Uefa einzureichen. Liga-Boss Javier Tebas behauptet, dass PSG die Bestimmungen zum Financial Fair Play nicht einhalten kann. Die Regeln sehen vor, dass ein Verein einen maximalen Verlust von 30 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren verzeichnen darf.

Eine weitere Millionen-Zahlung bleibt Neymar dagegen erst einmal verwehrt. Die vor Jahresfrist vereinbarte Prämie für die Vertragsverlängerung bis 2021, angeblich 26 Millionen Euro, bleibe "bei einem Notar hinterlegt, bis der Fall geklärt ist", teilte Barcelona mit.

(sid)
 
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