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Spanischer Spitzenklub
Benitez kehrt zu Real Madrid zurück

Fotos: Real stellt Benitez als Trainer vor
Fotos: Real stellt Benitez als Trainer vor FOTO: afp, raf
Madrid. Der 55 Jahre alte spanische Fußball-Trainer erhält beim Rekordmeister einen Dreijahres-Vertrag

Die Bedeutung des Augenblicks war Rafael Benitez anzumerken. Sichtlich ergriffen und mit feuchten Augen stand der neue Trainer von Real Madrid im Blitzlicht nach seiner ganz besonderen Heimkehr. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist sehr emotional, nach Hause zurückzukommen", sagte der 55-Jährige. Benitez soll bei den Königlichen nicht weniger als "eine neue Ära" beginnen, wie der mächtige Präsident Florentino Perez betonte.

Seit Tagen war die Verpflichtung ein offenes Geheimnis. Benitez erhält einen Dreijahresvertrag. Perez pries ihn als "einen der besten Trainer der Welt". Zudem sei Benitez mit Reals Identität und den Ansprüchen intensiv vertraut. In der Tat kennt Benitez den spanischen Fußball-Rekordmeister aus dem Effeff. Er ist eine Wunschlösung mit Stallgeruch. Bei den Königlichen war er Spieler, Jugendtrainer und Coach der zweiten Mannschaft - nun tritt Benitez das Erbe von Carlo Ancelotti an, dem die titellose Spielzeit zum Verhängnis wurde.

In der Liga wurde die Mannschaft Zweiter hinter Erzrivale FC Barcelona, in der Champions League kam das Aus im Halbfinale gegen Juventus Turin, und im Pokal war im Achtelfinale gegen den Lokarivalen Atletico Madrid Endstation.

Reals mächtiger Präsident Perez machte gleich deutlich, dass er Erfolge wünscht: "Das Schicksal von Real liegt nun in Ihren Händen. Sie sind Trainer des erfolgreichsten und größten Klubs der Welt. Wir haben zehnmal die Champions League gewonnen und 32 Meisterschaften, aber wir wollen noch mehr." Benitez versprach "Hingabe und harte Arbeit", und natürlich sei es seine Hoffnung, "Titel zu gewinnen, um das Vertrauen zurückzugeben".

In Europa hat sich Benitez längst einen Namen gemacht. Nach verschiedenen Stationen in der Primera Division, darunter erfolgreiche Jahre beim FC Valenica mit zwei Meisterschaften und dem Uefa-Cup-Sieg 2004, hatte Benitez beim FC Liverpool (2004 bis 2010) seine beste Zeit. 2005 gewann er mit den Reds gegen den AC Mailand (mit Trainer Ancelotti) die Champions League. Nach kurzen Engagements bei Inter Mailand und dem FC Chelsea war Benitez seit 2013 beim SSC Neapel tätig. In der zwölfjährigen Ära des Real-Präsidenten Perez ist er bereits der zehnte Trainer. Benitez wird sofort liefern müssen. Sonst erkaltet Perez' Zuneigung genauso schnell, wie sie entbrannte.

(sid)
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