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Spanischer Meister plant Wechsel von Superstar
Real will 200 Millionen Euro für Ronaldo

Die bestbezahlten Sportler 2017
Die bestbezahlten Sportler 2017 FOTO: dpa, gh
Düsseldorf. Cristiano Ronaldo will Real Madrid im Sommer verlassen, und die "Königlichen" setzen sich nun mit einem Wechsel konkret auseinander. Nach Informationen spanischer Medien plant die Geschäftsstelle des spanischen Meisters bereits den Verkauf des portugiesischen Superstars.

Der Champions-League-Sieger fordert als Ablöse für den 32-Jährigen 200 Millionen Euro. Das wollen Insider der spanischen Sporttageszeitung "Marca" erfahren haben. Eigentlich hat Ronaldo eine Ausstiegsklausel über eine Milliarde Euro in seinem Vertrag stehen, doch diese habe nur symbolischen Wert. Die Verantwortlichen glauben, dass es Klubs gibt, die 200 Millionen Euro für den Superstar aufbringen würden. Paris St. Germain und Manchester United könnten diese horrende Summe bezahlen, ebenso Klubs aus China. "Wir sind jederzeit bereit, mit Real-Präsident Florentino Perez über Ronaldo zu sprechen. Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro", sagte Massimiliano Mirabelli, der Sportdirektor des italienischen Klubs AC Mailand am Samstag dazu.

Nach dem Confed Cup in Russland, bei dem Ronaldo mit Europameister Portugal antritt, wollen sich die Real-Bosse mit dem Stürmer zusammensetzen. Ronaldos Vertrag läuft bis 2021. Bei einem Jahressalär von 50 Millionen Euro würde Real also zusätzlich 200 Millionen Euro Gehalt einsparen.

Die portugiesische Zeitung "A Bola" hatte am Freitag mit einem Bericht über Ronaldos Wechselabsichten die Fußball-Welt geschockt. Ronaldo, mit zwei Toren entscheidender Mann im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin, will Spanien nach der Anklage wegen Steuerhinterziehung verlassen, seine Entscheidung sei "unumkehrbar", hieß es. Real-Präsident Florentino Perez sei schon informiert worden.

Die Ermittlungsbehörden werfen Ronaldo vor, Werbeeinnahmen mit Hilfe einer Briefkastenfirma am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Im Extremfall drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft und bis zu 28 Millionen Euro an Geldstrafen. Der Stürmer ließ in dieser Woche über seinen Manager erklären, dass er allen Steuerpflichten nachgekommen sei und "keine Betrugs- und keine Verschleierungsabsicht" vorgelegen haben.

(seeg)
 
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