Schalke-Stürmer fehlt ein Pokalsieg: Real und die Sehnsucht nach Raul
zuletzt aktualisiert: 22.04.2011 - 08:35Madrid (RPO). Nach dem glorreichen Sieg über Barcelona im spanischen Pokalfinale bedauerten die Fans der "Königlichen", dass Stürmerstar Raul fehlt. Der Rekordspieler wartet seinerseits noch auf einen Pokaltriumph und ist jetzt unter Zugzwang.
Natürlich ließ es sich Raul nicht nehmen, seinen ehemaligen Kollegen zum Pokalsieg zu gratulieren. "Ich richte meine herzlichen Glückwünsche an die Klubführung, die Spieler, alle Angestellten und Fans. Das ist ein besonderer und wichtiger Titel, zumal er gegen einen großen Klub wie Barcelona gewonnen wurde", sagte Reals Rekordspieler der spanischen Nachrichtenagentur "EFE". Die Madrilenen hatten am Mittwoch im Endspiel in Valencia 1:0 nach Verlängerung gegen den FC Barcelona gewonnen.
Raul gratuliert Real
"Ich freue mich für alle Fans, die ich im Stadion und am Cibeles-Brunnen habe feiern sehe", sagte Raul, der in seinen 16 Jahren bei Spaniens Rekordmeister nie die Copa del Rey gewann.
Ein Streit nach dem spanischen Fußball-Pokalfinale zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona hat am frühen Donnerstagmorgen ein Todesopfer gefordert. Wie die Polizei mitteilte, wurde im Badeort Benidorm an der Costa Blanca bei Alicante ein 25-Jähriger mit einem Messer tödlich verletzt. Der 39 Jahre alte Täter wurde festgenommen.
Somit fehlt Raul, der schon viele Titel gewonnen hat, noch ein Cup-Triumph. Den freien Platz in seiner Vitrine kann er jedoch bald füllen. am 21. Mai bestreitet der Spanier mit Schalke das DFB-Pokalfinale. In Berlin wartet mit dem MSV Duisburg allerdings ein Zweitligist, der den ersten großen Titel seiner Vereinshistorie anstrebt und somit ebenfalls Geschichte schreiben will.
Mit Raul im Herzen wird Madird am 21. Mai wohl Schalke die Daumen drücken. Nach dem ersten Pokalsieg Reals seit 18 Jahren machten die Stars mit mehr als 50.000 Anhängern am Cibeles-Brunnen in der spanischen Hauptstadt die Nacht zum Tag - und plötzlich sehnten alle Raul herbei.
"Wir sind nicht alle da - Raul fehlt"
"Wir sind nicht alle da - Raul fehlt", skandierten die Fans und sorgten damit für mehr als nur Gänsehaut-Stimmung. 16 Jahre spielte der jetzige Schalker Stürmer für die Königlichen, gewann fast jeden Titel mit "seinem" Klub. Fast. Denn nur der spanische Pokal fehlt der Real-Ikone zu einer kompletten Titelsammlung.
"Real herrscht wieder. Nach 18 Jahren beendete Real den Pokal-Fluch", huldigte die Sporttageszeitung Marca den Madrilenen, die erstmals seit 1993 wieder die "Copa del Rey" gewannen. "Ein Erfolg der Kraft und des Glaubens", schrieb AS.
Doch selbst in der Stunde des Triumphes richteten die Spieler und Offizielle ihre Blicke bereits auf die nächsten Duelle mit Barca. Im Halbfinale der Champions League (27. April und 3. Mai) treffen die beiden besten Mannschaften Spaniens erneut aufeinander. Ob Khedira im Hinspiel mitwirken kann, ist fraglich. Er zog sich im Endspiel eine Muskelverletzung zu und reiste am Donnerstag zur Behandlung nach München.
"Wir sind erleichtert und glücklich. Wir haben sehr viel gearbeitet. Aber jetzt müssen wir nach vorne schauen und in der Champions League weiterkommen", sagte Mesut Özil, der beim Finale in Valencia in der 70. Minute ausgewechselt wurde.
"Jetzt fehlt nur noch, dass wir ins Champions-League-Finale kommen", sagte auch Real-Präsident Florentino Perez: "Wir haben in dieser Saison viel Arbeit gehabt und brauchten einen Titel, um uns dafür zu belohnen."
Der exzentrische und im Vorfeld kritisierte Real-Coach Jose Mourinho konnte sich nach dem Spiel einen Seitenhieb auf seine Kritiker nicht verkneifen. "Das ist ein fantastischer Triumph. Großer Fußball bedeutet nicht nur Ballbesitz", sagte Mourinho, der sich vor der Begegnung Vorwürfen wegen seiner angeblich zu defensiven Spielweise gefallen lassen musste. "Real verweigert seinen Fans das Glücksgefühl, das sie verdienen. Barcelona war ein Löwe, Madrid bloß eine Maus", hatte der legendäre Alfredo di Stefano nach dem 1:1 in der Liga am vergangenen Samstag gesagt.
Am Mittwoch machte es Real besser. Nach zähem Kampf in der regulären Spielzeit erzielte Superstar Cristiano Ronaldo (103.) den entscheidenden Treffer für den Rekordmeister.
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