Teuerster Fußballer aller Zeiten: Ronaldo, Anführer der neuen Galaktischen
zuletzt aktualisiert: 12.06.2009 - 17:09Madrid (RPO). Er ist der Schwarm aller Frauen, turtelt heftig mit Hotelerbin Paris Hilton und wird der teuerste Fußballer aller Zeiten: Cristiano Ronaldo ist der Superstar der schönen, neuen Welt. Bei Real Madrid soll er eine neue Äre einleiten.
Cristiano Ronaldo feierte den bevorstehenden Rekordtransfer in Hollywood mit Glamour-Girl Paris Hilton. Derweil schwankten in Spanien die Medien zwischen Superlativen und Kritik, und in England wurde der Weltfußballer als "Schwindler mit den zwei Gesichtern" gebrandmarkt.
Der so gut wie sichere Wechsel von Ronaldo für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real hat heftige Reaktionen ausgelöst, doch "CR 94" – wie der Portugiese in Anlehnung an die Ablöse neu "getauft" wurde – zeigte sich davon völlig unbeeindruckt.
+++Wie Cristiano Ronaldo mit Paris Hilton in Hollywood turtelte, sehen Sie hier.+++
"Das ist ein historischer Deal. Nun kann ich nach vorne schauen auf Real und einen neuen Schritt in meiner Karriere", äußerte sich Ronaldo aus seinem Urlaubsdomizil in Los Angeles, wo er an der Seite von Hotel-Erbin Paris Hilton im Nachtklub My House und später in der Wohnung von Paris-Schwester Nicky die Nacht zum Tage machte.
Ronaldos Gehalt
1626,71 Euro – das wäre der künftige Brutto-Verdienst des Weltfußballers Cristiano Ronaldo bei Real Madrid für 90 Minuten. Der 24 Jahre alte Portugiese soll bei den Königlichen das fürstliche Jahressalär von 9,5 Millionen Euro beziehen. Dies entspricht 182.191 Euro pro Woche, 26.027 Euro pro Tag, 1084 Euro pro Stunde oder 18,07 Euro pro Minute. Jede Sekunde würde ihm mit 30 Cent vergütet.
Die spanische Zeitung "El Mundo Deportivo" machte in Bezug auf die Rekordablöse von 94 Millionen Euro, die Real an Englands Meister Manchester United zahlen soll, eine andere Rechnung auf: "Madrid zahlt für Ronaldo 57 Mal sein Gewicht in Gold. Für diese Summe könnte man sich dreimal ins All schießen lassen."
Bei Real soll Ronaldo einen Sechs-Jahres-Vertrag unterschreiben und künftig 9,5 Millionen Euro pro Saison verdienen. Das wären etwa 180.000 Euro in der Woche, 26.000 am Tag, 1080 pro Stunde. Die Zeitung El Mundo Deportivo machte in Bezug auf die Ablöse und den Start der Königlichen in eine zweite galaktische Ära eine andere Rechnung auf: "Madrid zahlt für Ronaldo 57 Mal sein Gewicht in Gold. Für diese Summe könnte man sich dreimal ins All schießen lassen."
Von einer "Verpflichtung aus einer anderen Galaxie" schrieb die Sporttageszeitung "Marca". Doch es gab auch scharfe Kritik. "Was für ein Skandal! Kein Spieler ist so eine Summe wert. Das ist ein unmoralisches Angebot, eine Verschwendung und Provokation in Zeiten der Krise", schrieb die Zeitung "Sport".
Sein Debüt für Real feiern könnte Ronaldo, der so schnell wie möglich die sportärztliche Untersuchung hinter sich bringen soll, im Juli in Dublin, wo ein Freundschaftsspiel ansteht. Die Königlichen beginnen am 10. Juli mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit und reisen drei Tage später nach Dublin, wo sie bis zum 22. Juli bleiben.
Reals Präsident Florentino Perez verteidigte unterdessen den bevorstehenden Transfer, der in den nächsten Tagen abgeschlossen werden soll. Nach Rechnung des Bauunternehmers soll sich die Verpflichtung von Ronaldo, der schon in einem Atemzug mit Spice-Boy David Beckham genannt wird, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich für die Königlichen auszahlen. Zugleich stellte Perez, der über ein geschätztes Vermögen von 1,9 Millarden Euro verfügt, klar, dass die Ablöse für den 24 Jahre alten Portugiesen vom Klub finanziert wird.
Allerdings hatte der Rekordmeister zuletzt 562 Millionen Euro Schulden. Da sind die 65 Millionen Euro an den AC Mailand für Kaka, der sich über den Ronaldo-Deal "erfreut" zeigte, und das Geld für Ronaldo noch nicht eingerechnet. Zudem will Madrid noch David Villa für 48 Millionen Euro vom Ligarivalen FC Valencia verpflichten.
In England verfassten die Medien schon ihre "Nachrufe" auf den scheidenden Star – und die fielen unterschiedlich aus. Für die "Sun" ist Ronaldo ein "Schwindler mit zwei Gesichtern", da sein Abgang laut Reals Ex-Präsident Ramon Calderon schon seit einem halben Jahr festgestanden haben soll. Der "Daily Mirror" titelte: "Poser, Diva, Blender – aber verdammt, er war der Allerbeste."
Eben darum holte ihn Perez, der schon in seiner ersten Amtszeit die damaligen Rekordtransfers von Luis Figo 2000 für 61 Millionen Euro und Zinedine Zidane ein Jahr später für 72 Millionen realisiert hat, zu Real. Der Spanier ist nicht nur ein Star-Einkäufer, sondern auch ein kühl kalkulierender Geschäftsmann.
Nach gescheiterter Karriere in der Politik erwarb er vor 25 Jahren eine bankrotte Firma für den symbolischen Preis von einer Peseta und formte sie zu Spaniens größtem Baukonzern ACS mit 140.000 Mitarbeitern. Mit 1,3 Milliarden Euro kaufte er sich Anfang 2007 mit 25 Prozent über ACS beim größten deutschen Baukonzern Hochtief ein. Real half er in seiner ersten Amtszeit aus der Not, indem er das Trainingsgelände im Nordwesten Madrids verkaufte und vor der Stadt ein neues Areal bauen ließ.
Nun will Perez, der 2007 erstmals auf Platz 538 der Liste der reichsten Menschen der Welt des Forbes Magazines geführt wurde, bei den Königlichen für eine weitere "Revolution, die Begeisterung zurückbringt", sorgen. Dazu soll neben dem Traum von einer neuen galaktischen Mannschaft eine andere Vision in die Tat umgesetzt werden: Für 300 Millionen Euro ist ein Freizeit-Themenpark geplant – die Real-Galaxie als eine andere Form von Disney World.
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