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Korruptionsverdacht
Razzia bei Spaniens Fußball-Verband – Präsident festgenommen

Spanischer Fußball-Boss Angel Maria Villar wegen Korruptionsverdacht festgenommen
Angel Maria Villar bei einer Rede beim Uefa-Kongress im Februar 2016. FOTO: dpa, pbk mr hpl
Madrid. Der spanische Fußball-Verbandschef Angel Maria Villar ist am Dienstagvormittag vorläufig festgenommen worden. Dem 67-Jährigen, Vizepräsident in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und im Weltverband Fifa, wird wie seinem Sohn Gorka Korruption und Unterschlagung vorgeworfen.

Eine Anti-Korruptions-Einheit der Guardia Civil durchsuchte die Räume des Verbandes RFEF in der spanischen Hauptstadt Madrid und verhaftete dabei noch weitere hochrangige Funktionäre.

Villar ist seit 1988 Präsident des spanisches Verbandes. Nach der Suspendierung von Michel Platini amtierte er in der Uefa knapp ein Jahr lang als Interimspräsident, bis der Slowene Aleksander Ceferin im September vergangenen Jahres gewählt wurde.

Im November 2015 hatte ihn die Fifa-Ethikkommission zu einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Schweizer Franken verurteilt, nachdem er im Aufklärungsprozess um die umstrittene WM-Vergabe 2018 nach Russland nicht kooperiert haben soll.

Viele Jahre lang galt Villar als großer Strippenzieher im internationalen Fußball, blieb allerdings meist im Hintergrund. Über sein Netzwerk nahm der Jurist großen Einfluss auf wegweisende Entscheidungen in der Fifa und der Uefa.

Jahrelange gehörte er zu den mächtigsten und einflussreichsten Fußballfunktionären. Nachdem das Imperium von Ex-Fifa-Präsidenten Joseph S. Blatter zusammenbrach und auch Uefa-Boss Michel Platini suspendiert wurde, sank auch Villars Stern. Der Iberer ist ehemaliger Profi von Athletic Bilbao und spanischer Ex-Nationalspieler (22 Länderspiele).

(sid)
 
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