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Kritik an Transfersystem
Spielergewerkschaft legt Beschwerde bei EU-Kommission ein

Bilder: Die größten Transfer-Pannen im Fußball
Bilder: Die größten Transfer-Pannen im Fußball FOTO: afp, dsk
Die internationale Spielergewerkschaft FIFPro will eine grundlegende Änderung des aktuellen Transfersystems im Fußball erwirken und plant zu diesem Zweck eine Beschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel.

Das berichten die Nachrichtenagentur AFP und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die FIFPro kündigte auf ihrer Internetseite für Freitag (10.30 Uhr) eine Pressekonferenz in der belgischen Hauptstadt an. Hier sei "eine wichtige Bekanntmachung" zu erwarten, welche "die professionelle Fußballbranche weltweit beeinflussen" werde.

FIFPro-Präsident Philippe Piat kritisiert im Einzelnen die ungleichmäßig verteilten Möglichkeiten von Klubs und Spielern, Verträge einseitig zu beenden. Fußballprofis genießen demnach gegenüber ihren Arbeitgebern nicht die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer in anderen Branchen.

Laut FAZ moniere die FIFPro zudem, dass der Weltverband Fifa und die unter ihm organisierten Verbände als "Kartell im Sinne des Artikels 101 des Vertrags über Arbeitsweise der EU" operierten. Klubs und Verbände würden ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen und damit gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

"Falls sich das System nicht ändert, dann überleben die Ligen in Osteuropa und kleineren westeuropäischen Ländern wie den Niederlanden und Dänemark nicht", sagte FIFPro-Generalsekretär Theo van Seggelen der FAZ: "Wir sind überzeugt, dass unsere Zahlen belegen, dass es keine Stabilität in diesem System gibt - weder für Klubs noch für die Spieler, die nicht bezahlt werden. Alle Parteien sind sich einig, dass die Ziele der Einigung von 2001 nicht erreicht wurden."

(sid)
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