Franz Beckenbauer: "Die Wahl muss man respektieren. Wir hatten vorher unseren Standpunkt deutlich gemacht, aber jetzt geht es mit Michel Platini weiter. Wir werden korrekt mit ihm zusammenarbeiten."
Reiner Calmund: "Platini hat sich als Herausforderer sehr sportlich verhalten und Johansson gegenüber sehr fair gegeben. Da die Administration bei der UEFA im Großen und Ganzen so bleibt, wie sie ist, denke ich, dass es im Sinne des Fußballs positiv weitergeht."
Theo Zwanziger (Präsident des Deutschen Fußball-Bundes): "Die Kleinen haben gesiegt. Jetzt muss sich die Sozialromantik an der Realität messen lassen. Ich hoffe, dass die beiden Lager schnell wieder zusammenwachsen und sich um das Eigentliche, den Fußball, kümmern. Ich bin traurig darüber, dass jemand abgewählt worden ist, ohne dass ihm inhaltlich etwas entgegensetzt werden konnte."
Werner Hackmann (Ligaverbands-Präsident): "Ich machen kein Hehl daraus, dass die Liga und die Bundesligisten für Johannson waren. Dennoch respektieren wir die Entscheidung und hoffen darauf, dass sich Platini auch mit uns zusammensetzt, um im Sinne des Fußballs vernünftige Lösungen zu finden. Es ist nunmal unbestritten, dass die großen Nationen für das finanzielle Fundament der UEFA verantwortlich sind."
Horst R. Schmidt (DFB-Generalsekretär): "Es tut mir persönlich für Lennart Johansson, mit dem ich so viele Jahre zusammengearbeitet habe, Leid. Er hat sehr viel für den Fußball getan, aber bei einer Wahl muss man jedes Ergebnis akzeptieren. Ich habe mich gefreut, wie fair und respektvoll die beiden miteinander umgegangen sind."
Gerhard Mayer-Vorfelder (Deutsches Mitglied der UEFA-Exekutive): "Es war klar, dass es eine enge Sache wird. Ich glaube, Platini wird seine Sache gut machen. Ich kenne ihn. Er macht sich viel Gedanken über den Fußball. Natürlich hat er einige Träume."
Ioan Lupescu (Ex-Bundesligaprofi, Mitglied der rumänischen Delegation): "Ich hoffe, Platini setzt jetzt die nötigen Impulse. Er ist jung, aber er hat schon viel Erfahrung in der Verbandsarbeit. Die UEFA-Verwaltung hat in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet. Ich hoffe, Platini findet jetzt die richtige Mischung. Wir haben für ihn gestimmt."
Joseph S. Blatter (FIFA-Präsident): "Ausschlaggebend war die Persönlichkeit Platinis. Und die Art, wie er aufgetreten ist. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wir haben ähnliche Ansichten vom Fußball, er ist nicht nur ein Produkt und ein Geschäft, Fußball bedeutet gesellschaftliche Verantwortung."
Klaus Allofs (Sportdirektor Werder Bremen): "Das ist schon eine Überraschung. Ich hoffe, Michel Platini wird seine Aufgabe zum Wohle der Entwicklung des Fußballs wahrnehmen. Er hat ja schon verschiedene Dinge angedacht - zum Beispiel, dass den Kleinen mehr Rechte gegeben werden sollen. Ich hoffe, er übertreibt es damit nicht. So viel muss man am internationalen Fußball nicht ändern."