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Suspendierter Fifa-Boss
Blatter fühlt sich verfolgt: "Es ist wie eine Inquisition"

Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa
Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa FOTO: dapd, Alessandro Della Bella
Zürich. Der suspendierte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter fühlt sich von bösen Mächten verfolgt. "Als guter Christ muss ich sagen: Was die Ethikkommission mit mir macht, ist wie eine Inquisition", wurde der 79-Jährige in verschiedenen Schweizer Medien zitiert.

Seine Sperre will Blatter nicht akzeptieren, die von ihm ins Leben gerufene Kommission hätte dazu gar nicht das Recht gehabt.

"Ich bin aber kein Funktionär der Fifa, ich bin der vom Kongress gewählte Präsident", sagte Blatter: "Wenn man mit meiner Amtsführung nicht einverstanden ist, dann muss sich der Kongress, der mich gewählt hat, darum kümmern." Die Suspendierung sei überdies grundsätzlich "eine Demütigung für den Fifa-Präsidenten, ob ich es nun bin oder jemand anderes". Er sehe sich zudem nicht in der Situation, dass er seine Unschuld beweisen müsse: "Ich bin mir nicht bewusst, dass ich etwas Falsches gemacht habe."

Wie Uefa-Präsident Michel Platini war Blatter am 8. Oktober wegen einer dubiosen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken (1,8 Millionen Euro) von der Ethikkommission für 90 Tage gesperrt worden. Mittlerweile hat die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission ein formelles Verfahren gegen das Duo eingeleitet.

(areh/sid)
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