Premier spricht Machtwort: Togo nimmt nicht am Afrika-Cup teil
zuletzt aktualisiert: 10.01.2010 - 15:20Luanda (RPO). Togos Premierminister hat die Fußball-Nationalmannschaft des Landes nach dem tödlichen Terroranschlag mit einem Machtwort nach Hause beordert. Zuvor hatte das Team zunächst entschieden, beim Afrika-Cup in Angola trotz des tragischen Ereignisses anzutreten.
"Das Team muss abreisen und nach Togo zurückkehren. Wenn Spieler oder andere Personen bei der Eröffnungsfeier unter unserer Flagge stehen, dann repräsentieren sie nicht unser Land", sagte Gilbert Houngbo.
Spieler lenken ein
Nach der Anordnung des Premierministers lenkten die Spieler ein. "Wir werden definitiv nicht beim Afrika-Cup spielen, werden aus Angola ausgeflogen nach Togo. Die Maschine des Staatspräsidenten holt uns ab. In Togo werden wir alle bei der Beisetzung der Toten dabei sein", sagte Togos Nationalspieler Assimiou Toure vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen.
Bei einem Angriff einer Separatisten-Organisation in der angolanischen Exklave Cabinda waren am Freitag der Assistenztrainer und der Pressesprecher des Teams getötet worden.
"Die Regierung bleibt bei ihrer Entscheidung, die Mannschaft zurückzurufen. Es ist das Beste, nicht in Angola zu bleiben. Es sind Menschen getötet worden, unser Torhüter Kodjovi Obilale liegt auf der Intensivstation", sagte Regierungssprecher und Minister Pascal Bodjona.
Togos Keeper nach OP stabil
Togos schwer verletzter Fußball-Nationaltorhüter hat derweil eine Operation nach dem Terroranschlag angolanischer Separatisten gut überstanden. "Momentan sind wir zufrieden mit seinem Zustand. Er bleibt aber auf der Intensivstation, bis eine deutliche Verbesserung eingetreten ist", sagte eine Sprecherin des behandelnden Ärzteteams in einem Johannesburger Krankenhaus.
Die Regierung fuhr damit den Spielern, denen zunächst die Entscheidung über eine Teilnahme am Kontinentalturnier überlassen werden sollte, über den Mund. In einer nächtlichen Mannschaftssitzung hatten sich die Spieler schweren Herzens zu einer Teilnahme entschlossen, mussten sich aber dann der staatliche Autorität beugen.
"Leider hat die Staatsführung eine andere Entscheidung getroffen. Deshalb werden wir packen und nach Hause fahren", sagte Kapitän Emmanuel Adebayor vom englischen Premier-League-Klub Manchester City
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