Kommentar: Togo-Verbannung kaum nachzuvollziehen
VON ECKHARD CZEKALLA - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 10:12Düsseldorf (RP). Der Sport verbittet sich die Einmischung der Politik in seine Angelegenheiten – und das aus gutem Grund. Formal gesehen geht Togos Ausschluss von Afrika Cup 2012 und 2014 in Ordnung, da Premierminister Gilbert Houngbo die Rückreise angeordnet hat.
Dennoch ist es kaum nachvollziehbar, warum der afrikanische Verband (Caf) seine Regularien so rigoros durchgepeitscht hat.
Natürlich gibt es keine Musterlösungen. Togos Fußballer wurden Opfer eines Terroranschlags, bei dem zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt wurden. Dass gerade jene, auf die geschossen wurde, die unvorstellbare Ängste ausstanden, mit einem Spielverbot belegt wurden, wirkt instinktlos.
Den Katalog der Strafen ganz auszureizen war nicht nötig. Vielleicht führt die Klage zu einer Korrektur. Hoffen darf man ja.
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