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Infantino neuer Fifa-Präsident
Uefa jetzt eine Woche führungslos

Das bedeutet die Wahl von Infantino
Das bedeutet die Wahl von Infantino
Zürich. Nach dem Aufstieg von Gianni Infantino zum Präsidenten des Weltverbands Fifa ist die Europäische Fußball-Union (Uefa) eine Woche lang führungslos. Der Nachfolger des bisherigen Uefa-Generalsekretärs wird erst am Freitag (4. März) vom Uefa-Exekutivkomitee (Exko) bestimmt, und Uefa-Präsident Michel Platini (Frankreich/60) ist noch für sechs Jahre gesperrt.

"Das Exekutivkomitee der Uefa gratuliert Gianni Infantino zu seiner Wahl als Fifa-Präsident und freut sich auf eine enge Zusammenarbeit bei der Förderung, dem Schutz und der Entwicklung des Fußballs in der ganzen Welt", teilte das Exko mit: "Er hatte verschiedene Positionen innerhalb der Uefa inne und war eine treibende Kraft bei der Durchsetzung zahlreicher Initiativen in ganz Europa und darüber hinaus. Wir sind fest davon überzeugt, dass er mit all seinen Fähigkeiten, seinem Wissen und seiner Überzeugungskraft die Glaubwürdigkeit der Fifa wieder herstellen wird."

Auf dem Papier ist nun Vize-Generalsekretär Theodore Theodoridis (Griechenland) nun der Mann mit den Fäden in der Hand. Das Exko wird mit hoher Wahrscheinlichkeit aber einen neuen Chef für die hauptamtliche Administration ernennen. Infantino hatte das Amt des "Generals" seit 2009 inne.

Wann und ob es einen neuen Uefa-Präsidenten gibt, ist derweil völlig offen. Der Europa-Verband will erst einen neuen Chef wählen, wenn Platinis Berufung vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS abgeschlossen ist. Mit Blick auf die Bewerbungsfristen und Kandidatenfindung wäre die Zeit bis zum nächsten Uefa-Kongress am 3. Mai in Budapest äußerst knapp. Nach SID-Informationen will die Uefa aber nach dem Platini-Urteil so schnell wie möglich handeln.

Sicher ist, dass bis zum Anpfiff der EURO 2016 (10. Juni bis 10. Juli) ein neuen Uefa-Boss feststehen wird - falls der alte nicht rehabilitiert zurückkommt.

(sid)
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