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Fifa-Chef
Watzke kritisiert Infantino und EM-Aufstockung

Düsseldorf. Hans-Joachim Watzke hat den neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino kritisiert. "Er wurde als Heilsbringer empfangen, obwohl er zum Uefa-System des unter Korruptionsverdacht stehenden Michel Platini gezählt hatte. Das hat mich gewundert", sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Pläne des Fifa-Chefs, seine Kontrolleure künftig selbst ernennen und sein Jahresgehalt auf zwei Millionen Euro erhöhen zu wollen, findet Watzke bedenklich: "Infantinos Fingerspitzengefühl scheint nicht besonders ausgeprägt zu sein." Zudem monierte der BVB-Chef den neuen Modus der EM mit 24 statt wie bisher 16 Mannschaften: "Das kontinentale Turnier ist völlig aufgebläht, das ist nicht gut. Kleiner Quervergleich: Real Madrid gegen Malmö FF will ja auch kaum einer sehen, bei allem gebotenen Respekt für Malmö. Das schadet der Qualität." Auf die Frage, ob der Wechsel ehemaliger Dortmunder Profis wie Robert Lewandowski, Mario Götze und Mats Hummels zum FC Bayern München ihn nerve, antwortete Watzke: "Das ist nicht immer leicht. Wir rollen einen Stein den Berg hoch, und er kommt immer wieder runter. Aber wenn wir etwas können, dann improvisieren und kreativ sein."
(dpa)
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