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Ex-DFB-Präsident
Koch: Niersbach soll in Exekutivkomitees bleiben

Fotos: Niersbach sieht Spiel in Mainz mit Freundin Marion
Fotos: Niersbach sieht Spiel in Mainz mit Freundin Marion FOTO: dpa, fve kno
Der als DFB-Präsident zurückgetretene Wolfgang Niersbach soll bis zum jeweiligen Ablauf seiner Mandate in den Exekutivkomitees des Fußball-Weltverbandes Fifa und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) bleiben.

"Niersbachs Rücktritt als DFB-Präsident hat keine Auswirkungen auf seine internationalen Ämter", sagte Rainer Koch, Interimsboss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der "Sport Bild" (Mittwochsausgabe). Es gebe "zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Anzeichen", dass Niersbach auch bei der Fifa und Uefa zurücktreten müsse.

Niersbach, der im Zuge der WM-Affäre 2006 seinen Rücktritt erklärt hatte, sitzt noch bis 2017 im höchsten Gremium der Uefa und bis 2019 in dem der Fifa, in das er erst im vergangenen Frühjahr gewählt worden war. Bei der deutschen Bewerbung um die Europameisterschaft 2024 (Vergabe wahrscheinlich 2017) soll Niersbach deshalb weiterhin eine zentrale Rolle zukommen.

"Er hat über Jahrzehnte sehr viele internationale Kontakte aufgebaut. Es wäre ja töricht, sein Angebot, uns Türen zu öffnen und sich für unser Vorhaben einzusetzen, auszuschlagen", sagte Koch: "Zumal die aktuellen Themen beim DFB rund um die Vergabe der WM 2006 auch international viele Fragen aufgeworfen haben, die sicher keinen Rückenwind für unsere EM-Bewerbung auslösen. Umso wichtiger ist, dass Niersbach die laufenden Aufklärungsprozesse beim DFB im Einklang mit uns international vermittelt."

(sid)
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