| 19.49 Uhr

DFB-Schatzmeister Grindel
"Niersbach will nicht Uefa-Präsident werden"

Blatters mögliche Nachfolger
Blatters mögliche Nachfolger FOTO: ap
Syke. Für DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel ist der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Wolfgang Niersbach, kein Kandidat für eine mögliche Nachfolge von Uefa-Chef Michel Platini.

"Niersbach will nicht Uefa-Präsident werden", sagte Grindel der "Kreiszeitung Syke" (Donnerstag). Niersbach war zuletzt als aussichtsreicher Kandidat für den Uefa-Vorsitz gehandelt worden, falls sich Platini für eine Kandidatur als Nachfolger von Fifa-Präsident Sepp Blatter entscheidet.

Grindel selbst gilt für den Fall der Fälle als potenzieller Nachfolger von Niersbach als DFB-Chef. "Diese Spekulationen sind ungehörig, weil Wolfgang Niersbach gerne DFB-Präsident ist und es noch viele Jahre bleiben soll", sagte der CDU-Politiker: "Und auch für mich ist es wunderbar, Schatzmeister und Abgeordneter zu sein." Für die CDU sitzt Grindel im Bundestag.

Laut Grindel ist Platinis Bewerbung nur eine Frage der Zeit: "Ich war darauf eingestellt, dass er seine Kandidatur schon am Montag erklärt und rechne damit noch in dieser Woche. Ich erwarte aber auch, dass er seine Kandidatur mit einer klaren Erklärung seines Abstimmungsverhaltens zu Katar verbindet und offen darlegt, dass sich daraus für ihn keine Vorteile ergeben haben."

Dem früheren französischen Weltklassespieler Platini wird Vetternwirtschaft vorgeworfen, da er für die umstrittene WM-Vergabe an Katar für das Jahr 2022 gestimmt und Platinis Sohn danach einen gut dotierten Management-Posten in Katar erhalten hatte. Der Nachfolger von Weltverbandschef Blatter wird am 26. Februar 2016 gewählt.

(dpa)
 
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