Milan siegt mit Bierhoff 4:0 gegen Bari: Italien: Gelungenes Trainerdebüt für Maldini
zuletzt aktualisiert: 18.03.2001 - 22:35Rom (rpo). Mit dem neuen Trainer Cesare Maldini ist der AC Mailand in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Sonntag siegte Milan im Giuseppe Meazza-Stadion im ersten Spiel unter dem Nachfolger des am Mittwoch gefeuerten Alberto Zaccheroni souverän mit 4:0 gegen den Tabellenletzten AS Bari.
Damit verbesserte sich der Meister von 1999 um einen Rang auf Platz sieben. Vom angestrebten vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League- Qualifikation berechtigt, trennen Mailand nach 23 Spieltagen weiterhin sechs Punkte.
Die Tore für Milan erzielten Cocu (7.), Andrej Schewtschenko (46.- Elfmeter/90.) und Serginho (79.). Oliver Bierhoff wurde vom neuen Trainer zwar in der Anfangsformation aufgestellt, nach 60 Minuten aber gegen Jose Mari ausgewechselt.
Der AC Parma verteidigte seinen vierten Platz mit einem 3:1-Sieg in Udine. Der Tabellen-Fünfte Inter Mailand setzte seinen Aufwärtstrend mit einem 2:1-Erfolg in Lecce fort. Der AC Florenz und der FC Bologna trennten sich 1:1-Unentschieden.
AS Rom baut Vorsprung aus
Der AS Rom hat am Sonntagabend seine Spitzenposition in der italienischen Fußball-Meisterschaft gefestigt. Der Tabellenführer musste sich zwar beim Abstiegskandidaten Reggina Calcio mit einem 0:0 zufrieden geben, baute seinen Vorsprung aber dennoch auf sieben Punkte vor Juventus Turin aus. Die Turiner verloren das Verfolgerduell bei Lazio Rom durch je zwei Tore von Nedved (23./66.) und Crespo (46./81.) bei einem Gegentreffer durch Del Piero (60.) mit 1:4.
Erneut Ausschreitungen in Italien
Der italienische Fußball wurde auch am Wochenende wieder von Ausschreitungen und Rassismus begleitet. Im Anschluss an die Partie zwischen Hellas Verona und Vicenza Calcio (1:0) wurden insgesamt 15 Verona-Anhänger festgenommen. Die Randalierer der gefürchteten "Ultra"-Gruppe initiierten eine Schlägerei, als sie am Bahnhof auf Gäste-Fans trafen. Erst durch den Einsatz von Schlagstöcken und Tränengas bekamen die Ordnungskräfte die Lage in den Griff.
Bei der Partie zwischen Meister Lazio Rom und Juventus Turin fielen dann die Fans der Gastgeber zum wiederholten Male durch rassistisches Verhalten unangenehm auf. Zielscheibe ihrer Hasstiraden war der in Diensten von Turin stehende niederländische Nationalspieler Edgar Davids. Bei jedem Ballkontakt wurde der in Surinam geborene Mittelfeldspieler verhöhnt und mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht.
In Italien waren in den letzten Monaten mehrfach rassistische Vorfälle bekannt geworden. Dabei waren vor allem die Anhänger von Lazio aufgefallen. Die Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes hatte den Römern bereits eine Platzsperre angedroht.
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