| 10.31 Uhr

Welcher Bundesliga-Trainer fliegt zuerst?
Keiner sitzt so sicher im Sattel wie Borussias Lucien Favre

Welcher Trainer fliegt zuerst?
Welcher Trainer fliegt zuerst? FOTO: dpa
Die vergangene Bundesliga-Saison stand ganz im Zeichen der Trainerentlassungen. Insgesamt zehn Trainer mussten vorzeitig ihren Posten räumen. Der Wettanbieter Betsafe.com hat jetzt seine Quoten veröffentlicht – und die Buchmacher erwarten den ersten Rauswurf der Saison in Hannover oder in Frankfurt. Am sichersten auf seinem Trainerstuhl sitzt Borussias Lucien Favre.

Es dauerte gerade einmal bis zum siebten Spieltag, ehe der Hamburger SV in der vergangenen Saison als erster Klub seinen Trainer rauswarf. Mirko Slomka war der Leidtragende und wurde durch Josef Zinnbauer ersetzt. Doch auch der hielt sich nur wenige Monate, ehe er von Peter Knäbel abgelöst wurde. Knäbel wiederum übergab das Zepter nur zwei Spieltage später an Bruno Labbadia. 

Mit Bruno Labbadia als Trainer glückte dem Hamburger SV in letzter Sekunde der Klassenerhalt. Der Sieg in der Relegation über den Karlsruher SC bedeutete den Verbleib in der Bundesliga. Wirklich fester im Sattel sitzt Retter Labbadia dadurch aber nicht. Labbadia steht gemeinsam mit Herthas Pal Dardai auf dem Entlassungs-Podium. Kein Wunder: Nach 16 Trainern in den vergangenen zehn Jahren hat das Vertrauen in die Hamburger Entscheidungsträger arg gelitten.

Die Meistertipps der Bundesliga-Trainer FOTO: dpa, geb jai

Keine Sorgen um seinen Job muss sich dagegen Borussias Lucien Favre machen. Wirklich verwundern tut das aber nicht, immerhin qualifizierte sich Favre mit Borussia Mönchengladbach nach 37 Jahren zum ersten Mal wieder für die Champions League. Der Schweizer steht bereits vor seiner fünften kompletten Saison bei der Borussia. Sollte er dennoch als erstes seinen Hut nehmen müssen, könnten sich viele über einen Geldregen freuen – bei 10 Euro Einsatz gibt es 400 Euro zurück. 

Favoriten auf einen Rauswurf sind Frankfurts Armin Veh und Hannovers Michael Frontzeck. Für einen Rauswurf bekommt man eine Quote von 6,5:1. Die schlechte Quote ärgert Eintracht-Trainer Veh aber überhaupt nicht. Er sieht die Zahlen sogar positiv. "Ich finde, das ist gar kein schlechtes Omen. Denn im Meisterjahr mit dem VfB Stuttgart lag ich in der Rauswurf-Liste auch weit oben", sagte er der "Bild".

Für Veh ist es das zweite Engagement am Main, bereits zwischen 2011 und 2014 trainierte er die Eintracht. In seiner ersten Amtszeit konnte er die Hessen erst zurück in die Bundesliga und dann sogar in die Europa League führen. Wie ernst es Veh mit der Eintracht ist, dokumentiert auch die Tatsache, dass er auf Wunsch des Vereins einen Zweijahresvertrag unterschrieb. 

Fotos: Diese aktuellen Trainer sind am längsten im Amt FOTO: dpa, puc

Etwas überraschend weit oben taucht der Name von Kölns Trainer Peter Stöger auf. In seiner Bundesliga-Premierensaison führte Stöger den 1. FC Köln in das gesicherte Mittelfeld der Liga.  

Sportchef Jörg Schmadte hatte Stöger zuletzt sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt, doch der hat mit einer Verlängrung seines bis 2017 laufenden Vertrages keine Eile. "Ich habe noch zwei Jahre Vertrag in Köln, das ist lange genug. Ich fühle mich auch nicht sicherer oder besser, wenn ich noch vier Jahre Vertrag hätte", sagte Stöger, der den FC im ersten Jahr in die Bundesliga führte und im zweiten dort hielt.

Die Wettquoten im Überblick finden Sie hier.

Bundesliga 15/16: So viele Dauerkarten haben die Klubs verkauft FOTO: AP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Keiner sitzt so sicher im Sattel wie Borussia Mönchengladbachs Lucien Favre


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.