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Prozessauftakt
Großkreutz sagt nach Prügelattacke als Zeuge aus

Großkreutz erklärt unter Tränen vorläufigen Rücktritt
Großkreutz erklärt unter Tränen vorläufigen Rücktritt FOTO: dpa, lim pil
Stuttgart. Ein Fußballweltmeister als Zeuge: Kevin Großkreutz soll vor Gericht erzählen, wie er bei einer Party-Tour in Stuttgart krankenhausreif geprügelt wurde.

Im Prozess um eine nächtliche Prügelattacke auf Fußballprofi Kevin Großkreutz soll der Weltmeister gleich zum Start am Dienstag (26.9.) aussagen. Der 29-Jährige werde am ersten Prozesstag als einer der ersten Zeugen vernommen, hieß es beim Amtsgericht Stuttgart.

Zwei jungen Männern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Ex-Nationalspieler Großkreutz war bei einer Party-Tour in Stuttgart Ende Februar in eine Schlägerei verwickelt worden. Ein 18-Jähriger soll den Fußballprofi mit der Faust geschlagen, ein heute 17-Jähriger ihn getreten haben.

Großkreutz war laut Staatsanwaltschaft bewusstlos und musste sich mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen. Die beiden einschlägig vorbestraften Verdächtigen bestreiten die Tat. Das Gericht hat vier Verhandlungstage angesetzt.

Die Schlägerei veranlasste den damaligen Zweitligisten VfB Stuttgart, sich von Großkreutz zu trennen. Der Club löste den Vertrag mit dem Rechtsverteidiger damals mit sofortiger Wirkung auf. "Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut", sagte Großkreutz unter Tränen. Der heute 29-Jährige wechselte zum Zweitligisten SV Darmstadt 98.

Für den Prozess hat das Amtsgericht Termine bis Ende Oktober festgelegt.

(dpa)
 
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