Stuttgarter nicht für Italien nominiert: Magath: Warum lässt Völler Kuranyi nicht spielen?
zuletzt aktualisiert: 14.08.2003 - 14:52Stuttgart (rpo). Rudi Völler lässt im Freundschaftsspiel gegen Italien der "Löwen" Benjamin Lauth statt Kevin Kuranyi stürmen. Der Stuttgarter Trainer Felix Magath kritisierte daraufhin die Personalpolitik des Bundestrainers.
"Wenn man junge Leute holt, sollte man denen die Stange halten", richtete der Teammanager des VfB Stuttgart am Donnerstag Kritik an die Adresse von Teamchef Rudi Völler. "So eine Situation hilft einem Spieler nicht unbedingt weiter." Völler begründete seinen Schritt mit der guten Leistung von Kuranyis Konkurrenten. "Benjamin Lauth hat ordentlich gespielt und bekommt deshalb den Vorzug", erklärte der Teamchef seine Personalpolitik für das Spiel gegen den dreifachen Weltmeister (20.45 Uhr).
Kuranyi verstärkt das U21-Team von Uli Stielike, das am Dienstag (18.00 Uhr) in Moskau auf Russlands Nachwuchs trifft. Als Degradierung wollte Völler dies nicht bezeichnen: "Ich habe mit Uli die Wechsel zwischen Lauth und Kuranyi abgesprochen. Es macht mehr Sinn, nicht auf der Bank zu sitzen und dafür zu spielen. Kevin war die drei Spiele vor der Sommerpause dabei und Benjamin in der U21." Sollte sich jedoch am Wochenende noch ein Spieler aus dem Offensivbereich verletzen, sei Kuranyi der erste Nachrücker. "Kevin ist A-Nationalspieler und gehört dazu", sagte Völler.
Der VfB-Stürmer zeigte Verständnis. "Ich bin gar nicht enttäuscht. Es baut mich auf, dass ich meine Leistung bald wieder bringen kann", sagte Kuranyi. Dennoch hätte Teammanager Magath gerne ein klärendes Gespräch mit Völler geführt. "Wenn er angerufen hätte, wäre es mir lieber gewesen." Der 50-Jährige hofft nun auf eine Trotzreaktion Kuranyis im Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach.
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