1. Bundesliga 16/17
| 10.53 Uhr

Gladbach, Leverkusen. BVB
Alle wollen Geis - und Mainz will zwölf Millionen

Mainzer Geis trifft aus 55 Metern
Mainzer Geis trifft aus 55 Metern FOTO: Screenshot Sky
Mainz. U21-Nationalspieler Johannes Geis vom Bundesligisten FSV Mainz 05 wird bei immer mehr Klubs zum Objekt der Begierde. Dem FSV winkt ein großer Zahltag.

Sein Ex-Trainer Thomas Tuchel will ihn zu Borussia Dortmund locken - aber auch der VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Bayer Leverkusen, der AC Mailand und der AC Florenz sollen an Johannes Geis dran sein.

Um allen Interessenten gleich von vornherein klar zu machen, dass der U21-Nationalspieler in Diensten des Bundesligisten FSV Mainz 05 nicht für Kleingeld zu haben ist, hat Manager Christian Heidel ein Mindestgebot aufgerufen: Wer nicht bereit ist, zwölf Millionen Euro auf den Tisch legen will, braucht erst gar nicht anzurufen.

"Sinnvoll ist es dann, wenn es sportlich passt", kommentierte Heidel im kicker etwas verklausuliert das Thema. Im Klartext heißt das: Die Ablösesumme für den seit Monaten auftrumpfenden Mittelfeldspieler, der noch bis 2017 bei den Rheinhessen unter Vertrag steht, ist nicht alles. Der FSV muss auch einen adäquaten und finanzierbaren Ersatz für den 21-Jährigen finden.

Fotos: Sommer sieht bei Mainzer Toren nicht gut aus FOTO: Screenshot Sky

Geis selbst will sich von den Nebengeräuschen nicht ablenken lassen. "Ich halte diese Dinge so weit wie möglich weg von mir. Darum kümmert sich ausschließlich mein Berater Björn Bezemer, der dafür sorgt, dass ich mich voll und ganz auf Mainz konzentrieren kann", äußerte der gebürtige Schweinfurter bei Bundesliga.de.

Der frühere Fürther, der 2013 zum FSV kam, sieht sich gegenüber seinem Klub in der Pflicht. "Im Abstiegskampf geht es um wahnsinnig viel für den Klub und seine Angestellten", sagte Geis: "Da wäre es völlig unangebracht, sich jetzt irgendwelche Flausen in den Kopf setzen zu lassen oder darüber nachzudenken, wo man in der kommenden Saison vielleicht spielt."

Gedanken macht sich FSV-Dauerbrenner Geis, der in der laufenden Spielzeit nur in 68 von 2610 Minuten nicht auf dem Platz stand, aber offensichtlich schon über einen neuen Arbeitgeber - denn Gespräche nach dem Ende der Saison soll es auf jeden Fall geben.

Fotos: Die aktuellen Verträge der Bundesliga-Trainer FOTO: dpa, ms cmm sam lof

"Im Sommer setzen wir uns alle zusammen und beraten, was das Beste ist", erklärte Geis, der beim BVB als Nachfolger von Sebastian Kehl gehandelt wird: "Jetzt aber zählt einzig und allein, dass Mainz auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielt."

Dass Geis so besonnenen und verantwortungsvoll mit dem Rummel um seine Person umgeht, kommt nicht von ungefähr. "Ich habe ein sehr ruhiges Umfeld, eine tolle Familie, super Freunde und eine liebe Freundin, die mich in allen Lagen unterstützen", sagte der Franke, der bei der U21-EM im Sommer in Tschechien (17. bis 30. Juni) den Titel holen möchte: "Sie tragen großen Anteil daran, dass ich so gelassen sein kann."

Selbst Vergleiche wie die mit Weltmeister Bastian Schweinsteiger, lassen Geis mehr oder weniger kalt. "Das ist auf jeden Fall eine schöne Sache, weil man durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte", sagte Geis: "Aber es ist wichtig, dass man immer auf dem Boden bleibt und nie vergisst, dass es im Fußball Höhen, aber auch viele Tiefen geben kann. Deshalb bringt es nichts, große Töne zu spucken."

(sid)
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