1. Bundesliga 17/18
| 14.24 Uhr

Neuer Mainz-Trainer
Klopp und Tuchel haben Schwarz schon gratuliert

Fotos: Mainz stellt neuen Trainer Schwarz vor
Fotos: Mainz stellt neuen Trainer Schwarz vor FOTO: dpa, arn fpt
Mainz. Der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz ist beim FSV Mainz 05 zum Chefcoach befördert worden. Der 38-Jährige folgt auf Martin Schmidt.

Noch bevor Sandro Schwarz am Mittwoch seine ersten Schritte als neuer Cheftrainer des FSV Mainz 05 machte, klingelte sein Handy. "Kloppo und Thomas haben mir schon eine SMS geschickt", sagte der 38-Jährige nach seiner Beförderung von der U23 grinsend: "Mit Martin habe ich am Montag lange telefoniert."

Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und der zwei Tage nach dem letzten Spieltag entlassene Martin Schmidt sind Schwarz' Vorgänger auf dem viel zitierten "Mainzer Weg", der immer wieder die Nachwuchstrainer des Klubs mit großem Erfolg in die Bundesliga geführt hat. Mehr "Stallgeruch" geht fast nicht.

"Wir sind sehr froh, Sandro für unseren Weg gewinnen zu können", sagte Sportdirektor Rouven Schröder: "Er hat sich das über die Jahre verdient mit seiner Art zu arbeiten, seiner Authentizität, seiner Leidenschaft. Er lebt Mainz 05, das kannst du spüren. Das brauchen wir, das ist das Entscheidende."

"Große Ehre und große Chance"

Entsprechend "emotional" war Schwarz während seiner Vorstellung. "Das ist eine große Ehre und eine große Chance", sagte der gebürtige Mainzer, der einen Vertrag bis 2020 unterschrieb. Schon in der Jugend kickte Schwarz für die 05er, zusammen mit Trainer Klopp schaffte er den Aufstieg in die Bundesliga - die dann aber doch ein wenig zu groß war.

"Kloppo habe ich selbst erlebt", sagte Schwarz: "Das war auch prägend, wie er die Spielweise von Mainz weiterentwickelt hat. Da nimmt man sehr viel mit." Nach Stationen bei Rot-Weiss Essen und dem SV Wehen Wiesbaden, wo er auch seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte, und beim 1. FC Eschborn kehrte Schwarz 2013 in seine Heimatstadt zurück.

"Heute beginnt meine Entwicklung als Bundesliga-Trainer", sagte er: "Aber ich habe das Gefühl, dass mein Werkzeugkoffer sehr gut gefüllt ist für die kommenden Aufgaben." Auch wenn diese nicht einfach werden.

Die Rheinhessen retteten sich mit Schmidt erst am vorletzten Spieltag vor der Relegation. Nach einer guten Hinrunde brach der FSV auch durch den Verkauf von Spielmacher Yunus Malli ein. Vielleicht auch deshalb gab Schwarz noch keine konkreten sportlichen Ziele aus.

"Wir haben Qualität in der Mannschaft", sagte er: "Ich bin brutal ehrgeizig, immer gewinnen zu wollen. Dem Team soll man ansehen, extrem mutig zu sein und die Kugel kontrollieren zu wollen." Sich selbst charakterisierte Schwarz als "Teamplayer, sehr kommunikativ und offen".

Vorerst wird der neue Trainer seine Spieler aber in Ruhe lassen. "Sie haben jetzt Urlaub und brauchen keinen Anruf von mir", sagte Schwarz: "Am 3. Juli werden wir sie alle zum Trainingsstart in der Kabine haben."

(sid)
 
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