Im Visier der Steuerfahnder: Maradona: "Klub muss zahlen, nicht ich!"
zuletzt aktualisiert: 12.01.2001 - 21:04Rom (sid). Der frühere Fußball-Weltstar Diego Maradona hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung in Italien vehement zurückgewiesen. Während seines Engagements beim SSC Neapel soll der Argentinier zwischen 1984 und 1991 umgerechnet 50 Millionen Mark Steuern hinterzogen haben.
"Der Klub muss die Summen zahlen, nicht ich", sagte Maradona am Freitag dem italienischen Fernsehen RAI. Der Vereinspräsident Corrado Ferlaino werde nun große Probleme bekommen.
Der Weltmeister von 1986 forderte die Steuerfahnder auf, bei Ferlaino zu ermitteln. "Er führte den Klub, als ich das Stadion mit 100.000 Leuten füllte. Offensichtlich hat der Verein, als ich in Neapel spielte, nicht alle Steuern bezahlt.
Der Argentinier war für eine Fernsehshow nach Rom gekommen. Außerdem sollte Maradona sich in Neapel mit dem aktuellen Vereinspräsidenten Giorgio Corbelli treffen, um über eine Rückkehr zum SSC als Manager zu verhandeln. Doch "Dieguito" gab den Neapolitanern einen Korb: "Ich werde für diesen Klub nicht mehr arbeiten."
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