Entsetzen auch beim Daum-Freund aus Stuttgart: Mayer-Vorfelder: Handschlag-Vertrag gelöst
zuletzt aktualisiert: 21.10.2000 - 19:42Stuttgart (sid) Der geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, zeigte sich in Stuttgart nach dem 2:2 des VfB gegen die Spielvereinigung Unterhaching schwer getroffen von den Geschehnissen um Christoph Daum. "Ich weiß die Fakten auch nur aus einem Telephonat mit Bayer Leverkusen", sagte Mayer-Vorfelder, der schwer angeschlagen wirkte, in einer kurzen Pressekonferenz.
"Ich bin menschlich sehr betroffen und enttäuscht. Es ist eine menschliche Tragödie, denn er hat die Analyse je selbst beantragt. Ich habe seinen nachträglichen Versicherungen geglaubt, dass an den Drogengerüchten nichts dran ist", erklärte der Präsident des Bundesligisten VfB Stuttgart weiter.
Mayer-Vorfelder bat um Verständnis, dass "ich momentan keine weiteren Kommentare abgeben werde. Insbesondere will ich auch Kommentierungen Dritter nicht bewerten. Ich kann nur sagen, dass der Handschlag-Vertrag mit Christoph Daum als zukünftiger Bundestrainer gegenstandslos ist."
In einem Sat.1-Interview sagte Mayer-Vorfelder, "einen Bundestrainer Christoph Daum wird es nicht geben, weil die Unschuldsvermutung nach diesem Testergebnis ja nicht mehr gelten kann". Zur Situation bei der Nationalmannschaft erklärte Mayer Vorfelder: "Rudi Völler wird seine Verpflichtung beim DFB erfüllen."
Die Perspektiven der Nationalmannschaft hörten sich bei dem ehemaligen Nationalmannschaftskapitän Lothar Matthäus gegenüber Premiere World so an: "Rudi Völler und Michael Skibbe sollten bei der Nationalmannschaft bleiben, auch über 2001 hinaus. Und Berti Vogts sollte aufgrund seiner guten Kenntnis von Bayer Leverkusen dort Bundesliga-Coach werden."
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