| 12.07 Uhr

Fußball-Experte im TV
ARD und Scholl beenden Zusammenarbeit

So reagiert das Netz auf das Scholl-Aus
So reagiert das Netz auf das Scholl-Aus
Düsseldorf. Die ARD und Mehmet Scholl haben sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit ab sofort zu beenden. Das teilte der Sender am Donnerstag mit.

Damit endet eine neunjährige Kooperation der ARD mit dem Fußballexperten. "Ich bedanke mich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte bei der ARD, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", sagte Scholl zur Trennnung.

Für die ARD äußerte sich Sportkoordinator Axel Balkausky: "Wir bedanken uns bei Mehmet Scholl für die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."

Einen Nachfolger hat die ARD noch nicht parat. "Mit dieser Thematik werden wir uns in den nächsten Wochen ganz in Ruhe beschäftigen und zu gegebener Zeit darüber informieren", Balkausky.

Eigentlich sollte der langjährige Bayern-Profi und Europameister von 1996 im DFB-Pokal am Wochenende wieder als TV-Experte zum Einsatz kommen. Zuletzt war es wegen der Doping-Berichterstattung im Rahmen des Confed Cup in Russland aber zum Streit zwischen dem Ex-Fußballer und der ARD gekommen.

Scholl war Ende Juni nicht wie abgemacht bei den Halbfinalspielen als Experte an der Seite von Matthias Opdenhövel aufgetreten, weil er nach eigenen Angaben mit der begleitenden Doping-Berichterstattung nicht einverstanden war. "Die Redaktionen sind für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung", betonte Balkausky. "Er muss den Inhalt und die redaktionelle Hoheit akzeptieren." Scholl habe zugesagt, "dass das nicht wieder passieren wird".

Scholl fürchtet nur "Krieg und Oliver Kahn" FOTO: dpa, mjh hak skm hpl

Im Bayerischen Rundfunk erklärte Scholl seine Weigerung. Er habe damals zu einem geplanten Doping-Bericht gesagt: "Ich möchte, dass diese Story für diesen schönen Tag draußen bleibt. Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht ins Programm einmischen. Da habe ich gesagt: Ich gehe. Und dann bin ich gegangen."

(can/sid/dpa)
 
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