Neuer Trainer beim FC Ingolstadt: Mit Oral und Linke aus der Krise
zuletzt aktualisiert: 10.11.2011 - 15:36Ingolstadt (RPO). Tomas Oral und der ehemalige Bayern-Profi Thomas Linke sollen den Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt vor dem Abstieg bewahren. Nur einen Tag nach der Entlassung von Trainer Benno Möhlmann präsentierte der Tabellenletzte am Donnerstag Oral als neuen Übungsleiter.
Ihm zur Seite steht der ehemalige Bayern-Spieler Linke, der Sportdirektor wird. Beide waren zuletzt beim Viertligisten RB Leipzig tätig, wo Linke als Sportlicher Leiter und Oral als Trainer fungiert hatten, und erhalten in Ingolstadt jeweils einen Zweieinhalbjahresvertrag.
"Natürlich haben wir eine schwere Aufgabe vor uns, aber ich bin sicher, dass wir diese bewältigen können", sagte Oral am Donnerstag bei seiner und Linkes Vorstellung. Der neue Coach wird im Kampf gegen den Absturz in die Drittklassigkeit zunächst auf die Spieler setzen, die ihm momentan zur Verfügung stehen. "Der Kader hat die nötige Qualität. Wir müssen diese Qualität aktivieren."
Ob die Mannschaft zur Rückrunde verstärkt wird, ließ Linke offen.
Allerdings versprach er den Spielern, dass nun "eine neue Zeitrechnung" anbreche.
"Heute ist der Punkt null. Jeder hat die Gelegenheit, sich neu zu beweisen." Mittelfristige Ziele will sich der ehemalige deutsche Nationalspieler angesichts der prekären sportlichen Situation noch nicht setzen: "Momentan geht es nur darum, den Klassenverbleib zu sichern."
36 Gegentore und nur neun Punkte
Ingolstadt hatte am Mittwoch Möhlmann und dessen Co-Trainer Sven Kmetsch mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Als Grund gab der Klub die "negative sportliche Entwicklung der Vorwochen" an. Ingolstadt ist nach 14 Spieltagen mit nur neun Punkten Schlusslicht der zweiten Liga.
In den vergangenen sechs Ligaspielen gab es fünf Niederlagen, dazu die 0:6-Pleite im DFB-Pokal beim FC Bayern München. Mit 36 Gegentoren stellen die Ingolstädter zudem die schlechteste Abwehr im deutschen Profifußball.
Mit seinem Engagement in Ingolstadt kehrt Oral nach zweijähriger Abstinenz in die 2. Bundesliga zurück. Vor seiner Tätigkeit bei RB Leipzig war der 38-Jährige verantwortlich für die Zweitliga-Mannschaft des FSV Frankfurt. Linke arbeitete von September 2007 bis Februar 2011 für Red Bull Salzburg, von wo er nach Leipzig wechselte.
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