Gipfeltreffen in Brüssel: Monti: Transfersystem kann bleiben
zuletzt aktualisiert: 22.09.2000 - 19:52Brüssel (dpa). Das gegenwärtige Transfersystem für Fußballspieler braucht nach den Worten von EU-Wettbewerbs- kommissar Mario Monti nicht vollständig abgeschafft, sondern nur verbessert werden. Dies sagte Monti am Donnerstag den Vertretern von elf nationalen Fußball-Ligen in der EU bei einem Treffen in Brüssel.
Er wies den Einwand der Liga-Vertreter zurück, dass ihnen erst im vergangenen Juli klar geworden sei, dass die EU-Kommission starke Bedenken gegen das Transfersystem habe. Monti erklärte, schon im Dezember 1998 sei der internationale Fußballverband FIFA offiziell darauf hingewiesen worden, dass das Transfersystem den EU-Gesetzen widerspreche.
Der Kommissar sagte, er erwarte von den Verbänden bis Ende Oktober Vorschläge, wie der Spielertransfer neu geregelt werden könne. Die Kommission sei offen für einen Dialog und wolle den Verbänden und Vereinen bei einer Lösung des Problems helfen. Monti kritisiert vor allem die hohen Ablösesummen. An dem Treffen vom Donnerstag nahm auch der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, teil.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







